Marx sieht in Vatikan-Dokument Stärkung für „Synodalen Weg“

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx
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Kardinal Reinhard Marx sitzt im Pfarrheim St. Nikolaus während seines Statements.

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sieht in dem am Dienstag veröffentlichten Vatikan-Dokument zur Vorbereitung einer Bischofssynode eine Stärkung für den Reformprozess in Deutschland. „Ich sehe viele Gemeinsamkeiten mit dem "Synodalen Weg" bei uns und denke, dass sich die Prozesse gut ergänzen können“, sagte der Erzbischof von München und Freising.

München - „Der Weg der Weltkirche geht hin auf eine "Synodale Kirche". Dieser Schritt wird nicht mehr zurückgenommen, auch wenn die Bischofssynode 2023 zu Ende ist.“

Papst Franziskus will ab Oktober in Vorbereitung auf die Weltbischofssynode 2023 alle Gläubigen weltweit zur Mitarbeit an der Weiterentwicklung der Kirche aufrufen, wie es in einem am Dienstag im Vatikan vorgestellten Vorbereitungsdokument hieß.

In diesem Dokument wird mehrfach der in der katholischen Kirche in Deutschland verwendete Begriff des „Synodalen Wegs“ aufgegriffen. Allerdings ist es fraglich, ob der Papst darunter Ähnliches versteht wie die deutschen Katholiken. Diese diskutieren seit eineinhalb Jahren die Position der Frau, die kirchliche Sexualmoral, den Umgang mit Macht und die priesterliche Ehelosigkeit und wollen dabei auch ganz konkrete Reformfortschritte erzielen.

Marx meint allerdings, die Texte aus dem Vatikan „atmen den Geist des offenen Weges in die Zukunft“ und seien „wirklich gute Grundlagen für eine katholische Spiritualität der Synodalität“. „Die katholische Kirche ist in Bewegung, und die Bischöfe sind besonders gefordert, sich immer mehr als Bischöfe in einer "Synodalen Kirche" zu verstehen. In Deutschland haben wir schon lange Traditionen der Mitverantwortung aller, aber die Entwicklung muss weitergehen. Darauf hoffe ich“, betonte der Kardinal.

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und auch das Erzbistum München müssten nun „überlegen, wie wir diesen Auftrag des Papstes aufgreifen und beide Synodale Wege miteinander verbinden können“. dpa

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