Landesamt rät zur Masern-Impfung

Erlangen - Die Masern sind in Bayern weiter auf dem Vormarsch. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hat deshalb eindringlich zur Impfung geraten.

“Masern dürfen nicht als harmlose Kinderkrankheit abgetan werden. Sie können schwere Komplikationen nach sich ziehen“, sagte LGL-Präsident Andreas Zapf am Donnerstag laut Mitteilung.

Seine Behörde registrierte in diesem Jahr bereits mehr als 180 Krankheitsfälle - im Vorjahr waren es insgesamt 219. Ein Mann aus Oberbayern ist in diesem Frühjahr an den Masern gestorben. Der Impfstoff werde sehr gut vertragen, erläuterte Zapf. “Eltern sollten ihre Kinder vor Masern mit einer Impfung schützen und auch die für einen vollständigen Impfschutz erforderliche zweite Impfung sicherstellen.“

Seit Sommer 2010 werde zudem allen nach 1970 geborenen Erwachsenen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung empfohlen, sich gegen Masern impfen zu lassen. Zapf wies darauf hin, wie gefährlich eine Maserninfektion sein kann. Masern beginnen gewöhnlich mit Fieber, Bindehautentzündungen, Schnupfen und Husten. Das Immunsystem sei meist etwa sechs Wochen lang sehr geschwächt.

Deshalb sei das Risiko, sich weitere Erkrankungen wie eine Lungenentzündung zuzuziehen, extrem hoch. Eine gefährliche Komplikation bei Masern ist eine Gehirnentzündung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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