Masskrugschlägerei - Angeklagter gesteht

Augsburg/Landsberg a. Lech - Zum Prozessbeginn um eine Masskrugschlägerei hat der Angeklagte vor dem Landgericht Augsburg die Tat gestanden.

Allerdings könne er sich kaum daran erinnern, sagte der 32-Jährige. Laut Anklage hatte der gelernte Koch bei einem Volksfest in Landsberg am Lech im Juni 2010 einem 30-Jährigen mit einem teilweise gefüllten Masskrug so stark gegen den Kopf geschlagen, dass der Krug dabei zerbrach.

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Schlag mit Masskrug - Anklage wegen versuchten Totschlags

Der Mann erlitt eine Gehirnerschütterung, eine Platzwunde am Kopf und mehrere Schnittwunden durch die Glassplitter. Er musste mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Der Angeklagte steht wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht. Er nahm nach Auffassung der Staatsanwaltschaft den Tod seines Kontrahenten zumindest billigend in Kauf.

Der Angeklagte sagte zu Prozessbeginn aus, dass er vor dem Volksfestbesuch am Abend des 18. Juni getrunken und mit Freunden gefeiert habe. Auch sein Opfer war den Angaben des Gerichts zufolge betrunken - der Mann hatte mindestens 2,38 Promille Alkohol im Blut. Er könne sich an die Minuten vor der Tat nicht erinnern, sagte der 30-Jährige. “Ich weiß nur, dass der Krug von vorne kam.“ Am ersten von drei Prozesstagen entschuldigte sich der Angeklagte bei seinem Opfer, reichte ihm die Hand und einen Umschlag mit 1000 Euro.

Masskrugschlägereien sind bei Volksfesten ein immer größer werdendes Problem. Beim Münchner Oktoberfest zählten die Behörden im vergangenen Jahr 62 Zwischenfälle, bei denen mit den schweren Krügen zugeschlagen wurde - im Jahr zuvor waren es 42. In zwei Fällen wird wegen versuchten Totschlags ermittelt. Schläge mit Maßkrügen auf den Kopf können tödlich sein.

dpa

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