Gefährliche Zuckerkrankheit

Immer mehr Bayern an Diabetes erkrankt

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München - Nierenschäden, verschlechtertes Sehvermögen bis hin zur Erblindung oder Geschwüre an den Füßen: Folgeschäden, mit denen viele Diabetiker leben müssen. Auch in Bayern steigt die Zahl der Erkrankten weiter an.

In Bayern leiden immer mehr Menschen unter der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus Typ 2. Wie aus Angaben der Kaufmännischen Krankenkasse KKH vom Montag hervorgeht, erhöhte sich der Anteil betroffener Versicherter zwischen 2006 und 2012 um 17,6 Prozent. Damit liege Bayern jedoch unter dem bundesdurchschnittlichen Zuwachs von 27 Prozent, teilte die Versicherung anlässlich des Welt-Diabetes-Tages am 14. November mit. Vor allem bei den über 60-jährigen steige das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Deutschlandweit leben nach Angaben der KKH rund acht Millionen Menschen mit Diabetes. 90 Prozent davon habenDiabetes Typ 2, Tendenz steigend. Häufig wird diese Erkrankung durch Übergewicht und Bewegungsmangel ausgelöst. Rund ein Drittel der KKH-Versicherten, die übergewichtig sind, leiden unter Diabetes, darunter mehr Männer (37 Prozent) als Frauen (28 Prozent).

Bei gesunden Menschen wird der Zucker, der nach einer Mahlzeit im Blut zirkuliert, mit Hilfe des Hormons Insulin in die Körperzellen aufgenommen. Bei Typ-2-Diabetikern sind die Insulinausschüttung und die Wirksamkeit des Insulins gestört. Die Folge: ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Dieser kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen wie Nierenschäden, verschlechtertem Sehvermögen bis hin zur Erblindung oder auch Geschwüren an den Füßen.

dpa 

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