Amokalarm an Schule - Prozess im Januar

Memmingen - Mit den Pistolen seines Vaters löste er einen Amokalarm aus. Der 15-Jährige, der in seiner Schule mehrere Stunden lang um sich schoss, muss sich im Januar vor Gericht verantworten. 

Auf den Tag genau acht Monate nach dem Amokalarm an einer Memminger Schule muss sich der jugendliche Schütze vor Gericht verantworten. Der Prozess vor dem Landgericht Memmingen beginnt am 22. Januar, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Dem 15-Jährigen werden unter anderem zwölffacher versuchter Totschlag, unerlaubter Waffenbesitz und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Am 22. Mai hatte er mit Pistolen seines Vaters an seiner Schule Amokalarm ausgelöst.

Der Schüler schoss zuerst im Eingangsbereich der Mensa und später auf einem Sportplatz mehrmals, verletzte aber niemanden. Die etwa 280 Schüler verschanzten sich mit ihren Lehrern in den Klassenzimmern. Erst nach mehrstündigen Verhandlungen konnten Spezialkräfte den Jugendlichen zur Aufgabe bewegen und festnehmen.

Der 15-Jährige ist in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Jugendstrafe. Die nicht öffentliche Verhandlung vor der Jugendkammer ist auf fünf Tage angesetzt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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