17 Menschen verletzt

Wegen Falschparker: Feuerwehr kann 20 Menschen lange nicht aus brennendem Haus retten

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In Memmingen brannte ein Wohnhaus. Doch die Rettung gestaltete sich für die Feuerwehr als schwierig.

In Memmingen brannte ein Wohnhaus. Doch die Rettung der Bewohner gestaltete sich für die Feuerwehr schwierig. Mehrere Falschparker hatten ihre Autos in der Anfahrtszone abgestellt.

Memmingen - Am frühen Donnerstagmorgen, 11. Oktober, brannte in Memmingen ein Mehrfamilienhaus. Das Feuer ist im Keller ausgebrochen. Insgesamt 20 Menschen mussten von der Feuerwehr über eine Drehleiter aus dem stark verqualmten Gebäude gerettet werden. 17 davon wurden wegen einer möglichen Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Die Rettung der Hausbewohner wurde für die Feuerwehr massiv durch Falschparker behindert. Es gab Probleme, den nötigen Leiterwagen zur Einsatzstelle zu fahren, da Autos in der Feuerwehranfahrtszone geparkt wurden, was eigentlich verboten ist. Thorsten Rotter, Chef der Memminger Kirminalpolizei, sprach von einem „völlig verantwortungslosen“ Verhalten der Autofahrer.

Das Wohnhaus ist nach dem Brand vorübergehend unbewohnbar. Die Bewohner müssen nun zunächst bei Verwandten unterkommen oder bekamen von der Stadt Ersatzunterkünfte. Die genaue Brandursache steht noch nicht fest, Hinweise auf Brandstiftung gebe es allerdings nicht. Der Schaden beträgt rund 100.000 Euro. 

Ein ähnlich schweres Feuer gab es Ende August in Ingolstadt. Mehrere Menschen sind bei ihrer Flucht vor dem Feuer aus dem Fenster gesprungen. Auch in Hacklberg wurde zudem die Feuerwehr durch Falschparker behindert.

sch/dpa/lby

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