Haderthauer: schärfere Sanktionen gegen Freier

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Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU)

München - Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) hat zum europaweiten Aktionstag gegen Menschenhandel an diesem Montag der Zwangsprostitution den Kampf angesagt.

“Der Handel mit Menschen ist vor allem ein Handel mit Frauen und eines der abscheulichsten Verbrechen unserer modernen Gesellschaft“, erklärte Haderthauer. Haderthauer forderte in diesem Zusammenhang auch schärfere Sanktionen gegen Freier. “Wer sehenden Auges diese Zwangslage ausnutzt, muss sich künftig strafbar machen“, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung des Ministeriums.

Haderthauer unterstützt eine Bundesratsinitiative des Nachbarlandes Baden-Württemberg, die eine stärkere Reglementierung von Prostitutionseinrichtungen vorsieht.

Einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge werden jährlich rund 140 000 Menschen in Europa Opfer von Menschenhandel und damit unterdrückt, misshandelt und rücksichtslos ausgebeutet. Menschenhändler verdienen damit mehr als zwei Milliarden Euro.

“Es ist ein Skandal, dass in unserer heutigen Welt noch Sklaverei in Form von Menschenhandel und Zwangsprostitution stattfindet, und dass die Menschenhändler ihre weltweit boomenden Geschäfte mit dem Leid von Frauen und Kindern machen“, erklärte die Ministerin.

dpa

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