Landesbischof verteidigt staatliche Zuwendungen

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Der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich.

München - Der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich hat staatliche Leistungen für die beiden großen Kirchen in Bayern verteidigt.

Die Kritiker der Zuwendungen argumentierten mit unrealistischen Zahlen, sagte Friedrich am Donnerstag in seiner Predigt zum Feiertag Hl. Drei König in der Münchner St. Matthäuskirche. Zudem hielten sie unterschiedliche Zahlungen nicht genügend auseinander. Historisch begründete Zahlungen dürften nicht gleichgesetzt werden mit dem Geld, mit dem der Staat heutzutage christliche Schulen oder Krankenhäuser unterstützt, erläuterte Friedrich laut Mitteilung.

Weiter sagte Friedrich, dass die Kirchen nicht dadurch sparten, dass der Staat für sie die Steuern eintreibt. “Beim Kirchensteuereinzug erhält der Staat von der Kirche wesentlich mehr an Erstattung, als ihn dieser Einzug kostet“, sagte der Bischof.

Er gab sich überzeugt, dass eine von der Kirche eingesetzte Arbeitsgruppe bald mit den Vorurteilen aufräumen werde. Die Gruppe soll bald Ergebnisse vorlegen. Hintergrund sind die zwischen Staat und Kirche geschlossenen sogenannten Konkordatsverträge. Sie regeln beispielsweise die Bezahlung der Bischöfe durch den Staat oder die Finanzierung von kirchlichen Lehrstühlen an Hochschulen. Zahlreiche Politiker hatten zuletzt gefordert, das Konkordat in mehreren Punkten zu ändern.

dpa

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