Mildere Strafe für U-Bahn-Schubser

Nürnberg - Der nach einer Rangelei mit einem U-Bahn- Mitarbeiter zu 37 Monaten Haft verurteilte U-Bahn-Schubser kommt nun doch mit einer milderen Strafe davon.

In einem Berufsverfahren verurteilte das Landgericht Nürnberg-Fürth den 32-Jährigen am Dienstag wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Strafe von 33 Monaten. Das Strafmaß war nach einer Absprache zwischen allen Prozessbeteiligten zustande gekommen.

Der Täter war Anfang Juli 2009 von einem Mitarbeiter der Verkehrsaktiengesellschaft (VAG) zur Rede gestellt worden, weil er in der U-Bahnstation Hauptbahnhof geraucht hatte. Dabei kam es zu einem Gerangel zwischen den beiden, bei der der Angeklagte den gleichaltrigen VAG-Mitarbeiter in den Spalt zwischen einer wartenden U-Bahn und der Bahnsteigkante stieß. Da der Fahrer der U-Bahn die Gefahr für seinen Kollegen rechtzeitig bemerkte, wurde nach Einschätzung des Gerichts das Schlimmste verhindert.

Der sogenannte U-Bahn-Schubser war seinerzeit schon kurz nach der Tat festgenommen worden. Nachdem ein Bekannter des Täters dem Opfer wieder auf die Beine geholfen hatte, nahm dieser sofort die Verfolgung des flüchtenden 32-Jährigen auf und stellte ihn schließlich mithilfe von Pfefferspray. Da der Täter zehn Monate in Untersuchungshaft saß, muss er nun nur noch die Reststrafe von knapp zwei Jahren absitzen.

dpa

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