Missbrauch im Klostergymnasium: Ermittlungen eingestellt

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Im Klostergymnasium Metten sollen seit den 1960er-Jahren Schüler missbraucht worden sein.

Metten - Die Missbrauchsermittlungen am Klostergymnasium Metten (Kreis Deggendorf) sind eingestellt worden. Die Fälle seien laut Staatsanwaltschaft verjährt und einige mutmaßliche Täter bereits gestorben.

Die Staatsanwaltschaft Deggendorf hat die Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs in der niederbayerischen Benediktinerabtei Metten wegen Verjährung eingestellt. Mehrere ehemalige Schüler des Klostergymnasiums hatten von Übergriffen durch Patres seit dem Jahr 1969 berichtet. Die Leitende Deggendorfer Oberstaatsanwältin Kunigunde Schwaiberger erklärte allerdings am Dienstag, dass "sämtliche etwaig zur Last liegende Taten verjährt" seien. Einige der beschuldigten Ordensleute seien bereits verstorben. Bei den Vorermittlungen ging es um sexuellen Missbrauch und Körperverletzungen.

Zunächst wurde im März in einem Presseartikel über Fälle bis zum Jahr 1980 berichtet. In der Folge suchten die heute Verantwortlichen des Klosters nach Opfern. Insgesamt meldeten sich sechs Ex-Gymnasiasten, zudem gab es anonyme Hinweise. Unabhängig von der Einstellung der Strafverfahren bietet das Kloster den betroffenen weiter psychologische und juristische Hilfe an. Vor rund drei Monaten hatte zudem ein Mönch Selbstanzeige erstattet, weil er in den vergangenen Jahren Schülern beispielsweise sexuelle Handy-Kurznachrichten geschickt hat. Auch in diesen Fällen wurden die Vorermittlungen eingestellt. Das Verhalten des Fraters sei nicht strafbar, sagte Schwaiberger.

dpa

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