Missbrauchsprozess: Angeklagter Opa bricht zusammen

Bayreuth - Ein Mann aus Oberfranken soll seine beiden Enkelinnen hundertfach missbraucht haben. Als ihm nun der Prozess gemacht werden sollte, ist der Rentner zusammengebrochen.

Ein wegen hundertfachen sexuellen Missbrauchs seiner Enkelinnen angeklagter Oberfranke hat am ersten Tag seines Prozesses vor dem Landgericht Bayreuth einen Schwächeanfall erlitten. „Er hat während der Befragung scheinbar eine Herzattacke oder Ähnliches gehabt“, berichtete eine Gerichtssprecherin am Freitag. Der 1934 geborene Mann sei daraufhin zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden; der Prozess wurde vorübergehend ausgesetzt. Der mutmaßliche Täter ist wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen nur drei Stunden am Tag verhandlungsfähig und braucht regelmäßige Pausen.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, seine beiden Enkelinnen zwischen 1993 und 1999 in 305 Fällen sexuell missbraucht und in 38 Fällen schwer sexuell missbraucht zu haben. Bereits die Mutter der beiden 1987 und 1989 geborenen Frauen war wohl zum Opfer ihres Vaters geworden. Doch die an ihr begangenen Taten seien bereits verjährt, schilderte die Gerichtssprecherin.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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