Mörder gesucht: DNA-Tests im Zeitplan

Würzburg - Die Suche nach dem Mörder eines kleines Mädchens aus Unterfranken mit Hilfe eines DNA-Tests soll in der ersten Septemberwoche abgeschlossen sein.

Bis zum Spätherbst will das Bayerische Landeskriminalamt die Speichelproben der etwa 100 Männer ausgewertet und einen sogenannten genetischen Fingerabdruck jedes einzelnen erstellt haben, wie die Polizei Würzburg am Freitag mitteilte. Die Schülerin war zuletzt am 17. Mai 1971 an einem Baggersee bei Theres (Landkreis Haßberge) lebend gesehen worden. Zwei Tage später wurde die Leiche der Elfjährigen in einem Gebüsch entdeckt.

Wie sich herausstellte, war das Mädchen sexuell missbraucht worden. Der Mörder konnte bisher nicht gefasst werden. Anfang August - gut 39 Jahre nach dem gewaltsamen Tod des Kindes - hatte die Polizei mit einer DNA-Reihenuntersuchung in Theres die Suche nach dem Täter wieder aufgenommen. Der Massen-Gentest ist der größte in der Region, seitdem DNA-Analysen möglich sind.

Alle Männer, die damals in der Nähe des Tatortes und mindestens 14 Jahre alt waren beziehungsweise aus dem Umfeld des Opfers stammen, sollen seither Fingerabdrücke und Speichelproben abgeben. Von den vorgeladenen Männern sind nach Polizeiangaben bisher nahezu alle zum DNA-Test erschienen. Nur einer konnte nicht kommen, weil er im Krankenhaus liegt. Die aus der Erbsubstanz DNA (Desoxyribonukleinsäure) erstellten genetischen Fingerabdrücke sollen mit den DNA-Spuren einer männlichen Person verglichen werden, die damals an der Kleidung des Mädchens gefunden worden waren.

Rubriklistenbild: © dpa

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