Wegen Schulden schlug der 50-Jährige zu

Lebenslange Haft für Hammer-Mord an Ehefrau

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Der wegen Mordes angeklagte Armin S. (Mitte) trifft vor Prozessbeginn im Sitzungssaal im Landgericht Nürnberg-Fürth ein.

Nürnberg - Kaum ein Wunsch konnte der 50-Jährige seiner jungen Frau abschlagen - bis ihn seine Gutmütigkeit in den Ruin trieb. Als der Schuldenberg immer größer wurde, sah er nur noch einen Ausweg.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat einen 50 Jahre alten Mann wegen der Ermordung seiner Ehefrau zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht begründete das Urteil am Montag vor allem mit der Heimtücke, mit der der Landschaftsgärtner bei der Bluttat im März 2012 vorgegangen war: Seine Frau habe auf einer Couch geschlafen, während er mit einem schweren Hammer auf sie einschlug. Das arglose Opfer sei der brutalen Hammer-Attacke wehrlos ausgesetzt gewesen. Laut Obduktionsergebnis hat er die Frau danach auch noch gewürgt. Zugleich räumte der Vorsitzende der Strafkammer ein: „Ich habe noch nie ein so freimütiges und reumütiges Geständnis erlebt.“

Der Landschaftsgärtner hatte gleich zu Beginn des Prozesses die Tat in vollem Umfang gestanden. Als Motiv gab er an, er habe sich von seiner Frau wie zuvor schon von ihrer Schwester finanziell ausgenutzt gefühlt. Beide hätten ihn immer wieder um Geld gebeten - angeblich für ihre Familie in Bulgarien. Am Ende habe er auf einem Schuldenberg von 120 000 Euro gesessen - und nicht mehr weiter gewusst. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haft gefordert, die Verteidigung acht Jahre wegen Totschlags.

Der Tat war nach Angaben des Angeklagten ein Streit über einen 80 Euro teuren Hosenanzug vorausgegangen, den sich seine Frau bei einem Versandhaus bestellt hatte. Der hoch verschuldete Landschaftsgärtner sagte, er habe an seine Frau appelliert, „doch finanziell etwas langsamer zu tun“. Wegen der schlechten Auftragslage im Winter habe er kaum noch Geld zum Tanken gehabt. Danach hätten sich beide auf einem Sofa zum Schlafen gelegt. Als er mitten in der Nacht aufgewacht sei, habe er beschlossen, „einfach Schluss zu machen“.

Danach setzte er sich für einige Wochen nach Österreich ab. Dort wurde er später festgenommen. Die Leiche der Frau war erst einen Monat nach der Tat in der gemeinsamen Wohnung in Röthenbach an der Pegnitz entdeckt worden.

dpa

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