"Jessica"-Prozess: Verteidiger fordert Freispruch

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Die Angeklagte Denise R. bei der Tatortbegehung.

Nürnberg - Lebenslänglich: Das ist die Forderung der Staatsanwaltschaft Nürnberg für die Angeklagte im Prozess um die ermordete Jessica. Der Verteidiger fordert Freispruch.

Im Prozess um den Mordfall “Jessica“ hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag lebenslange Haft für die 28 Jahre alte Angeklagte gefordert. Neben DNA-Spuren hätten auch andere Indizien die Nachbarin des Opfers überführt, betonte die Anklagebehörde in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Zudem hätten widersprüchliche Aussagen ihre Glaubwürdigkeit erschüttert. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft schloss sich die Nebenklage an.

Der Verteidiger der angeklagten 28-Jährigen hat einen Freispruch gefordert. Die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Indizien reichten für eine Verurteilung nicht aus, betonte der Anwalt am Donnerstag im sogenannten “Jessica“-Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Zudem sei es schwer vorstellbar, dass die zur Tatzeit zierliche Frau zu einer solchen Bluttat mit rund 40 Stichen und Schlägen in der Lage war. Die Angeklagte soll Jessica im Jahr 2008 in deren Erlanger Wohnung umgebracht haben, um einen EC- Kartenbetrug zu vertuschen. Sie bestreitet dies.

Die Angeklagte soll ihre Nachbarin Jessica im Jahr 2008 in ihrer Erlanger Wohnung umgebracht haben, um einen EC- Kartenbetrug zu vertuschen. Sie bestreitet die Vorwürfe.

dpa

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