Aus Habgier getötet

Mordfall Pfreimd: Ehefrau bekommt lebenslänglich

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Mit einer Schrotflinte hat eine Frau in Pfreimd ihren Mann heimtückisch erschossen.

Amberg - Weil sie ihren Ehemann in den Kopf geschossen hat, wurde eine Lehrerin aus Pfreimd jetzt zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie habe sich das Vermögen ihres Mannes sichern wollen.

Wegen Mordes an ihrem Ehemann ist eine Lehrerin aus Pfreimd (Landkreis Schwandorf) zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Amberg sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass die 35-Jährige den Fuhrunternehmer aus Habgier erschossen hat. Die Angeklagte hatte während der Gerichtsverhandlung zu den Vorwürfen geschwiegen. Vor allem ihre zuvor widersprüchlichen Aussagen zur Tatnacht und die Verteilung der Blutspuren im Kellerraum überzeugten die Strafkammer von der Schuld der Frau. Die berufsunfähig gemeldete Lehrerin wollte sich demnach das Vermögen ihres Ehemannes sichern ist eine Lehrerin aus Pfreimd (Landkreis Schwandorf) zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Amberg sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass die 35-Jährige den Fuhrunternehmer aus Habgier erschossen hat. Die Angeklagte hatte während der Gerichtsverhandlung zu den Vorwürfen geschwiegen. Vor allem ihre zuvor widersprüchlichen Aussagen zur Tatnacht und die Verteilung der Blutspuren im Kellerraum überzeugten die Strafkammer von der Schuld der Frau. Die berufsunfähig gemeldete Lehrerin wollte sich demnach das Vermögen ihres Ehemannes sichern.

Ermittler gingen zunächst von Suizid aus

Der 39-jährige Speditionsunternehmer war im April 2012 tot im Keller des Hauses gefunden worden. Zunächst waren die Ermittler von einem Suizid oder einem Unfall ausgegangen. Der aufwendige Indizienprozess mit der Vernehmung von über 60 Zeugen und Expertisen von Fachleuten kam zu einem anderen Ergebnis. In minuziöser Detailgenauigkeit waren der Keller und der Tathergang rekonstruiert worden. Die Lage der Blutspritzer im Zimmer, in dem der 39-Jährige durch einen Kopfschuss mit einer Schrotflinte starb, überzeugte die Strafkammer, dass eine zweite Person beteiligt gewesen sein musste.

Ein Selbstmord schied auch aus einem anderen Grund aus: Die Tatwaffe war zu lang, als dass sie selbst ausgelöst werden konnte. Ein Unfall war gleichermaßen unwahrscheinlich: Die Jagd-Schrotflinte verfügte über besondere Sicherungsvorkehrungen.

Der Mord passierte kurz nach der Hochzeit

Auch eine laufende Waschmaschine spielte eine Rolle bei der Entscheidung des Gerichts: In ihr wusch die Angeklagte ihre Jagdhose und ihr Oberteil, das sie in der Tatnacht getragen hatte. Bei ihren früheren Angaben hatte die Angeklagte verschwiegen, die Waschmaschine angeschaltet zu haben, und bestritten, dass die Kleidungsstücke ihr gehörten.

Das Ehepaar hatte erst ein Jahr vor dem Mord geheiratet. Im Ehevertrag war die Angeklagte als Alleinerbin eingesetzt. Schon kurz nach der Heirat war es zur Entfremdung gekommen. Kurz vor der Mordnacht hatte der Fuhrunternehmer seiner Frau mitgeteilt, sich von ihr trennen zu wollen, und ihr ein Ultimatum für den Auszug aus dem gemeinsam bewohnten Haus gestellt. Vordergründig ging die Lehrerin darauf ein. Sie fürchtete aber um ihr finanzielles Fortkommen. Wegen einer Darmerkrankung war die Lehrerin vorübergehend berufsunfähig gemeldet. Da sie nach der Trennung keinen Anspruch auf das Vermögen ihres Mannes gehabt hätte und wieder in ihrem ungeliebten Beruf hätte arbeiten müssen, beschloss sie ihn zu töten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

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