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Taxi-Fahrer streiken in München - große Demonstration am Mittwoch

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Taxifahrer haben sich an der Münchner Staatskanzlei zu einer Demonstration verabredet.

Wer am heutigen Mittwoch ab zehn Uhr mit dem Taxi fahren möchte, muss sich womöglich nach Alternativen umschauen. Bayerns Taxifahrer streiken - aus einem ganz bestimmten Grund.

München - Wer am Mittwoch in Bayern mit dem Taxi fahren möchte, könnte vergeblich warten. Taxi-Fahrer wollen streiken und damit ein Zeichen des Protests gegen ein Eckpunktepapier setzen, das Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kürzlich vorgestellt hat. Das teilt der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband (BZP) mit. 

„Ab 10 Uhr übernehmen die großen Münchner Taxizentralen keine Aufträge mehr“, sagt der Vorsitzende des Landesverbandes Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen, Frank Kuhle. Dann wollen Münchner Taxifahrer und Taxifahrerinnen gegenüber der Staatskanzlei am Franz-Josef-Straß-Ring 1 demonstrieren. Auch andere Städte werden betroffen sein. Vermittlungen in Nürnberg, Fürth, Erlangen, Regensburg, Augsburg, Würzburg, Ansbach und Landsberg am Lech wollen sich dem Protest anschließen. 

Protest der Taxi-Branche richtet sich gegen Pläne von Bundesverkehrsminister Scheuer zur Öffnung des Taximarktes

Der Protest soll das Motto „Unsere Taxis + unsere Jobs = Deine Mobilität“ haben. Hintergrund ist, dass Bundesverkehrsminister Scheuer plant, den Taximarkt zu öffnen*. Das Eckpunktepapier sieht etwa vor, dass Fahrer von Mietwagenfirmen nicht nach jeder Fahrt an ihren Hauptstandort zurückkehren müssen. Außerdem sollen Mietwagen nicht länger dem Verbot der Einzelplatzvermietung unterliegen. 

Dafür hagelte es bereits nach Bekanntwerden des Papiers Kritik aus der Taxibranche*. Unternehmen wie Uber hätten dann alle Rechte und keinerlei Pflichten, sagt etwa Thomas Grätz, Geschäftsführer des BZP. Fairer Wettbewerb sehe anders aus. Und die Existenz des Taxigewerbes sei so direkt bedroht. „Die Demonstrationen sind nur der Anfang unseres Protestes, wenn der Minister nicht einlenken sollte. Wir wollen der Politik zeigen, dass wir schnell sind und viele und laut. Damit es auch morgen noch ein Taxi gibt“, so Grätz.

Video: "Uber raus!" - Taxifahrer kämpfen gegen Wettbewerbsnachteile

Lesen Sie auch: Carsharing - "The winner takes it all"* oder Polizei-Azubi erschießt Kollegen in Würzburg: Große Trauerfeier mit merkwürdiger Szene

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes. 

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