Nach der Studie "mikado"

Merk reagiert auf Missbrauchsstudie

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Beate Merk reagierte auf die Ergebnisse der Missbrauchsstudie "mikado".

München - Nachdem bekannt wurde, dass vier Prozent der bayerischen Jugendlichen sexuell missbraucht worden, fordert Beate Merk rechtliche Änderungen und eine klare Strafvorschrift.

Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) verlangt einen besseren strafrechtlichen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch. Die Verjährungsfrist von derzeit 10 oder 20 Jahren - je nach Grad der Straftat - müsse auf 30 Jahre verlängert werden, forderte Merk am Montag in München. Sie sprach sich auch für eine klare Strafvorschrift aus, dass sich ein Erwachsener bereits dann strafbar macht, wenn er mit sexueller Absicht im Internet Kontakt zu einem Kind aufnimmt.

Vier Prozent der bayerischen Jugendlichen wurden sexuell missbraucht

Merk reagierte damit auf eine am Wochenende bekanntgewordene Umfrage für die bundesweite Missbrauchsstudie „mikado“. Demnach sind in Bayern 3,9 Prozent der 14- bis 16-Jährigen bereits Opfer von sexuellem Missbrauch geworden. Der Freistaat liegt damit im Vergleich der Bundesländer leicht über dem Durchschnitt.

Alarmierend ist nach Ansicht der Ministerin die laut Studie wachsende Bedeutung der neuen Medien für die sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche: „Die Gesellschaft muss den Opfern doch deutlich machen, wie sie diese perfide Straftat bewertet, nämlich als Verbrechen an der Seele von Kindern, das oft lebenslange Folgen hat.“

dpa

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