Zum "Stadl-Jubiläum": Moik rechnet mit ORF ab

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Musikantenstadl-Erfinder und Ex-Moderator Karl Moik (re.) mit seinem Nachfolger Andy Borg. 

München - Ob Stefan Mross, David Hasselhoff oder Heino - sie alle waren da. Am 5. März feiert der Volksmusik-Dauerbrenner “Musikantenstadl“ seinen 30 Geburtstag. Für Erfinder Karl Moik Anlass, mit dem österreichischen Sender ORF abzurechnen.

Mit einer Jubiläumssendung am 12. März in Fribourg (Schweiz) feiert der ARD-“Musikantenstadl“ in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag.

Für die “Stadl“-Fans war es eine historische Begegnung. Gemeinsam mit seinem Nachfolger Andy Borg trat Karl Moik, Erfinder und ehemaliger Moderator des ARD-“Musikantenstadls“, am Mittwoch in München auf. Organisiert hatte das Treffen der Bayerische Rundfunk, anlässlich des 30. Geburtstages der Volksmusik-Sendung in diesem Jahr. Doch zum Feiern war Moik an diesem Tag nicht zumute, da half auch die Gute-Laune-Musik der “Cubaboarischen“ nichts.

“Ich wurde links liegen gelassen wie ein dreckiges Tuch“, wetterte Moik, der die Moderation 2005 an den ehemaligen Schlagersänger Borg abgeben musste. Gemeint war der österreichische Sender ORF, der die Samstagabend-Show in Zusammenarbeit mit der ARD und dem Schweizer Kanal SRF produziert. “Niemand vom ORF hat sich nach meinem Ausscheiden bei mir gemeldet oder mich in den “Stadl“ eingeladen.“ Darum habe er es abgelehnt, beim ORF aufzutreten.

Dabei war es der ORF, der die Idee des Österreichers Moik Anfang der 80er Jahre umsetzte. Fünf Minuten habe er gehabt, um die Programmchefs von der Show zu überzeugen. “Ich hatte schon länger die Idee, eine volkstümliche Unterhaltungssendung zu gestalten, allerdings mit den Superstars und ohne den sogenannten Bierzeltmief“, sagte der 72-Jährige dem Bayerischen Rundfunk. Am 5. März 1981 wurde der erste “Musikantenstadl“ im österreichischen Enns ausgestrahlt.

Mehr als 180 Sendungen wurden seitdem produziert, darunter in Moskau, Dubai, Melbourne und Kapstadt. Stars der Branche wie André Rieu, Florian Silbereisen oder Stefan Mross starteten im “Stadl“ ihre Karrieren. Bei einer durchschnittlichen Einschaltquote von über fünf Millionen Zuschauern gehört die Sendung zu den erfolgreichsten Unterhaltungsshows im deutschen Fernsehen. Zu den Höhepunkten des Volksmusik-Dauerbrenners zählt das Gastspiel in Peking im Oktober 1999. Für den 12. März sei eine große Jubiläumssendung in Fribourg (Schweiz) geplant.

dpa

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