Jäger sind derzeit im Krankenhaus

Neun Männer gehen im Landkreis Schwandorf jagen - und stecken sich mit gefährlicher Krankheit an

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Diese Jagd wurde ihnen zum Verhängnis: Im Landkreis Schwandorf haben sich neun Jäger mit der Hasenpest infiziert.

Eine Jagd bei Nabburg im Landkreis Schwandorf endete für neun Männer im Krankenhaus. Sie steckten sich mit einer gefährlichen Krankheit an.

Nabburg/Schwandorf  - Neun Männer haben sich bei einer Jagd in Nabburg im Landkreis Schwandorf mit großer Wahrscheinlichkeit mit der Hasenpest angesteckt. Sie kamen auf die Isolierstation im Amberger Krankenhaus, wie Hans Prechtl vom Landratsamt Schwandorf am Mittwoch, 7. November, auf Anfrage mitteilte. 

Acht Hasen hatten die Jäger am Samstag, 27. Oktober, erlegt. Wahrscheinlich hat einer davon acht Männer infiziert, die beim Ausweiden und Verpacken Kontakt mit den Tieren hatten. Ein neunter Jäger ist vermutlich von seinem Hund angesteckt worden. Zuerst hatte „Der neue Tag“ berichtet.

Neun Jäger stecken sich mit Hasenpest an: Krankheit beim Menschen schwer zu erkennen

Medizinisch müsse man noch von einem Verdacht auf Hasenpest sprechen, da Antikörper erst nach einigen Tagen im Blut nachgewiesen werden könnten. Es handele sich aber mit „überragend großer Wahrscheinlichkeit“ um die Erkrankung, sagt Prechtl.

Hasenpest wird in der Regel von Tier zu Tier oder auch von Tier zu Mensch übertragen. Sie ist beim Menschen schwer zu erkennen, weil die Symptome denen einer schweren Grippe ähneln: Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellung und Appetitlosigkeit zählten dazu, erklärt Prechtl. Schnell erkannt sei die Hasenpest aber gut zu behandeln.

Ansteckung mit Hasenpest: Neun Männer sind Anfang November ins Krankenhaus gekommen

Acht Jäger waren am Sonntag, 4. November, ins Krankenhaus gekommen, der neunte dann am vergangenen Dienstag. Die Tatsache, dass alle Männer ähnliche Symptome hatten, erhärtete den Verdacht auf Hasenpest. An diesem Donnerstag, 8. November, sollen die Erkrankten erneut Blutproben abgeben.

Prechtl appellierte an Jäger, beim Kontakt mit Tieren auf Handschuhe und Mundschutz zurückzugreifen. Fußgänger seien nicht gefährdet, solange sie sich von ungewöhnlich zutraulichen Tieren fernhielten.

Im Mai wurde die Hasenpest außerdem erstmals im Landkreis Würzburg nachgewiesen. 

Erst im Oktoberinfizierte sich ein bayerischer Tierarzt mit dem West-Niel-Virus. Er steckte sich offenbar bei einem Tier aus dem Wildpark Poing an.

Achtung, eine gefährliche Krankheit wurde in Unterfranken bei einem Hasen entdeckt. Die Krankheit kann bei Menschen zum Tod führen.

dpa/lby

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