Nach Brandanschlag auf Flüchtlingsheim Belohnung ausgesetzt

Eine hohe Belohnung wurde für Hinweise zur Brandstiftung ausgesetzt. Foto: Peter Kneffel/Archiv
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Eine hohe Belohnung wurde für Hinweise zur Brandstiftung ausgesetzt. Foto: Peter Kneffel/Archiv

Reichertshofen (dpa/lby) - Mithilfe einer hohen Belohnung will die Polizei den Brandanschlag auf ein geplantes Flüchtlingsheim in Reichertshofen nahe Ingolstadt aufklären. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, wurden 10 000 Euro ausgelobt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Kripo geht von vorsätzlicher Brandstiftung an dem ehemaligen Landgasthof im Ortsteil Winden aus.

Die bisherigen Ermittlungen hätten keine konkreten Anhaltspunkte auf den oder die Täter gebracht, begründete die Polizei einen neuerlichen Zeugenaufruf. Die Befragung von über 200 Teilnehmern einer Schulabschlussfeier an einem nahen Weiher dauere an. Die Kripo bat Jugendliche, die zwar nicht an der Feier teilnahmen, sich aber dennoch in der Nacht zum 16. Juli dort aufhielten, sich zu melden.

Unbekannte hatten an zwei Stellen Feuer gelegt. Ein Nebengebäude des Gasthofes brannte teils aus, der Schaden beträgt 150 000 Euro. Im September sollten in dem Gebäude an die 70 Asylbewerber einziehen. Nur zwei Tage nach dem Anschlag bei Ingolstadt stand im fränkischen Waldaschaff der Papiercontainer einer Flüchtlingsunterkunft in Flammen. Auch in diesem Fall ermittelt eine Sonderkommission. Zeugen wollen kurz vor Ausbruch des Feuers einen Mann im Hof des Anwesens gesehen haben. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund gilt als möglich. Ende 2014 hatte es in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft im mittelfränkischen Vorra gebrannt.

Mitteilung

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