Jahrelang wurde gekämpft

Nach langem Streit: Studenten für Semesterticket in Nürnberg

Nürnberg - Nach jahrelangem Tauziehen zwischen Studenten und dem regionalen Verkehrsverbund VGN steht der Einführung eines obligatorischen Semestertickets im Großraum Nürnberg nichts mehr im Wege.

In einer Abstimmung habe sich eine knappe Mehrheit der Studenten in Nürnberg, Fürth und Erlangen für das Semesterticket ausgesprochen, teilte der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) am Donnerstag mit. An der Technischen Hochschule Nürnberg hätten sich 58,2 Prozent der Studenten, an der Universität Erlangen-Nürnberg 50,7 Prozent, für das Ticket ausgesprochen. Die studentische Dauerkarte für Bus und Bahnen soll zum Wintersemester 2015/2016 eingeführt werden.

Wegen seines Pflichtcharakters ist das Ticket bei Studenten in der Region allerdings seit Jahren umstritten. Den Basispreis von 65 Euro im Semester müssen nämlich auch Studenten zahlen, die Bus und Bahn in der Region gar nicht nutzen. Der Sockelbetrag von 65 Euro erlaubt zudem nur die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel am Wochenende, während der Woche nur in den Abend- und Nachtstunden. Ansonsten wird ein Zusatzbetrag von 193 Euro pro Semester fällig. Sollte mehr als ein Drittel der rund 53 000 Studenten das Zusatzticket erwerben, würde der Preis dafür künftig sinken. Für finanzielle Ausfälle wollen im ersten Jahr die Kommunen aufkommen.

dpa/lby

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