Nach Schießerei im Allgäu-Express Anklage erhoben

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Zu einer Schießerei kam es im März  im Allgäu-Express. Einer der zwei Täter kam bei der Verfolgungsjagd ums Leben, zwei Polizisten wurden schwer verletzt. 

Kempten - Gut sieben Monate nach einer Schießerei in einem Zug im Allgäu mit einem Toten und drei Schwerverletzten hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den überlebenden Täter erhoben.

Ihm werden unter anderem versuchter Mord in zwei Fällen, gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen, teilte die Anklagebehörde in Kempten am Dienstag mit. Ein Termin für die Hauptverhandlung vor dem Landgericht Kempten steht noch nicht fest.

Im voll besetzten Zug von Kaufbeuren nach Kempten hatte es am 21. März bei einer Routinekontrolle eine blutige Auseinandersetzung zwischen Beamten der Bundespolizei und zwei Fahrgästen gegeben. Laut Anklage war einem der Männer, der per Haftbefehl gesucht wurde, die Festnahme erklärt worden. Der soll daraufhin mit einer Schreckschusswaffe aus unmittelbarer Nähe mehrere Schüsse auf einen der Beamten abgegeben haben.

Nach einer Verfolgungsjagd im Zug und einem Schusswechsel zwischen den beiden Männern und den Beamten waren die Täter bei voller Fahrt aus dem Zug gesprungen. Ein 44-Jähriger aus Augsburg überlebte schwer verletzt und lag zunächst im Koma. Sein Komplize, der per Haftbefehl gesuchte 20-Jährige aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, war vom Zug erfasst und getötet worden. Zwei Polizisten waren von den Tätern schwer verletzt worden.

dpa

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