Mehrere Hunderttausend Euro Schaden in der Bank

Einbrecher sprengen Geldautomaten - Verfolgungsjagd und Großfahndung 

Pentling - Mitten in der Nacht haben Unbekannte in der Oberpfalz zwei Geldautomaten gesprengt und ordentlich Beute gemacht. Stunden später kommt es zu einer Verfolgungsjagd an der tschechischen Grenze.

Bei der Sprengung von zwei Geldautomaten haben unbekannte Täter in der Nacht zum Freitag eine Bankfiliale in der Oberpfalz verwüstet und Schaden von mehreren Hunderttausend Euro verursacht. Wie die Polizei berichtete, sind die Einbrecher mit mehreren Zehntausend Euro Bargeld aus den Geräten unerkannt geflüchtet. In der Geschäftsstelle der Bank in einem Einkaufszentrum im Regensburger Vorort Pentling entstanden bei der Detonation große Schäden, es wurde allerdings niemand verletzt.

Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes sollen nun herausfinden, wie die Täter vorgegangen sind und wie die Explosion verursacht wurde. Aus Sicherheitsgründen mussten nach der Sprengung auch andere Geschäfte in dem Einkaufszentrum gesperrt bleiben.

Die Kripo geht davon aus, dass die Einbrecher ihr Auto hinter dem Einkaufszentrum geparkt hatten und dann etwa um 2.00 Uhr über die angrenzende Bundesstraße geflüchtet sind, in der Nähe gibt es auch eine Auffahrt zur Autobahn.

Etwa sechs Stunden nach der Tat kam es im Landkreis Cham an der Grenze zu Tschechien zu einer Verfolgungsjagd, an der möglicherweise die Täter beteiligt waren. Schleierfahnder wollten bei Eschlkam ein mit drei Männern besetztes Auto kontrollieren. Doch der Fahrer gab Gas und raste davon.

Kurz darauf kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Dienstfahrzeug und dem Auto der Flüchtenden. Die drei Männer sprangen aus dem Wagen und liefen davon. Die Beamten konnten einen 43-Jährigen fassen, die anderen beiden Verdächtigen verschwanden in einem Wald. Trotz einer Großfahndung mit einem Hubschrauber konnte das Duo nicht gefunden werden.

Da die Männer möglicherweise nach Tschechien geflohen sind, wurde auch die dortige Polizei alarmiert. Autofahrer in der Grenzregion wurden aufgefordert, keine Anhalter mitzunehmen. Die Polizei machte keine Angaben dazu, ob in dem Fluchtfahrzeug das Geld aus der Bank, Sprengstoff oder andere verdächtige Gegenstände lagen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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