Nach Unfall gerettetes Rehkitz "Paul" gestorben

Sonthofen - Das Rehkitz "Paul" ist nach seiner Rettung nach einem Wildunfall nun doch gestorben. Das zu früh geborene Tier war noch nicht voll ausentwickelt und zu sehr geschwächt, um überleben zu können.

Dies teilte die Polizei in Kempten am Mittwoch mit. Bei dem Unfall am Samstag auf der Bundesstraße 12 war das trächtige Muttertier verendet. Von den beiden Jungen, die durch den Aufprall aus dem Leib der Mutter gerissen worden waren, hatte eines zunächst noch gelebt. Tierliebende Polizeibeamte gaben es in tierärztliche Obhut. Die Ersthelfer gaben dem Kitz den Namen "Paul".

Rehkitze werden nach Angaben von Ekkehard Voigt, Vorsitzender des Kreisjagdverbands Oberallgäu, normalerweise ab Mitte Mai gesetzt. In der so genannten Brut- und Setzzeit sollten Spaziergänger auf keinen Fall verlassene Jungtiere im Wald und auf Feldern anfassen oder einsammeln, betonte Voigt. Die Rehkitze würden von ihren Müttern die ersten Tage nach der Geburt nur vorübergehend allein gelassen. Werden sie von Menschen berührt, können die Kitze von der Mutter verstoßen werden. Auch Hunde sollten nicht unbeaufsichtigt über Felder streifen.

dpa

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