Naturschützer: Endlager in Bayern ist denkbar

Nürnberg - Bekommt Bayern ein Atom-Endlager? Der Freistaat muss sich nach Ansicht des Bundes Naturschutz zumindest an der Suche nach einem Endlager für Atommüll beteiligen.

 “Wir haben den Atommüll mitproduziert, deshalb müssen wir ihn auch über Jahrhunderte hinweg sicher lagern“, sagte BN-Landesgeschäftsführer Richard Mergner am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. “Wir brauchen einen intensiven, offenen und transparenten Suchprozess in ganz Deutschland, von dem Bayern nicht verschont bleiben kann.“ Dabei gelte es, die Granitstöcke im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald genauso zu untersuchen wie die Tonlagerstätten in Niederbayern oder im Raum Neu-Ulm.

Für ein Endlager kommen Granit und Ton nach Auffassung des Bundes Naturschutz genauso infrage wie die Salzstöcke in Niedersachsen. Jede dieser geologischen Formationen habe Vor- und Nachteile, betonte Mergner. So gebe es etwa bei Granit Klüfte, durch die Wasser eindringen könne. Die Absicht der Bundesregierung, die letzten Kernkraftwerke erst in den Jahren 2021 und 2022 abzuschalten, nannte Mergner indiskutabel. Der Streit innerhalb der Koalitionsparteien im Bund wie in Bayern lenke von der notwendigen Suche nach einem Endlager ab.

dpa

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