Neuhaus rechnet mit dreimal so vielen Flüchtlingen

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Neuhaus ist einer der fünf bayrischen Grenzübergänge für Flüchtlinge. Foto: Sebastian Kahnert

Neuhaus am Inn (dpa/lby) - Der Bürgermeister von Neuhaus am Inn bei Passau rechnet für seine Stadt mit einer enormen Zunahme der Flüchtlinge aus Österreich. "Die Absprache, nur noch an fünf Grenzübergängen Flüchtlinge zu übergeben, wird für uns wohl zu einem Anstieg der Zahlen um das Dreifache zur Folge haben", sagte Josef Schifferer (CSU) am Samstag. Neuhaus ist neben Wegscheid, Simbach am Inn, Laufen und Freilassing einer der fünf bayerischen Grenzübergänge, an dem die österreichischen Behörden Migranten an Deutschland übergeben. "Wir können nichts anderes tun, als menschenwürdige Verhältnisse für die Flüchtlinge zu schaffen", betonte der Bürgermeister der Gemeinde mit gut 3500 Einwohner.

Zuletzt waren in Neuhaus am Inn täglich bis zu 400 Menschen angekommen. Am Samstag wurde in dem Grenzort auf österreichischer Seite, Schärding, ein großes Zelt aufgebaut, in dem bis zu 1000 Menschen Platz finden. "Das ist ein klares Zeichen, dass der Zustrom größer werden wird", erläuterte Schifferer. Die Hilfsbereitschaft der Menschen in seiner Gemeinde sei aber ungebrochen. Fast im Minutentakt kommen die Bürger und bringen Kleidung oder Lebensmittel.

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