Nordbayern: Bund Naturschutz gegen Kunstschnee

Tettau/Nürnberg - Im Zuge des Klimawandels drohen den Skigebieten in Nordbayern immer öfter Winterwochen ohne Schnee und mit milden Temperaturen.

Doch künstliche Beschneiung ist nach Ansicht des Bund Naturschutz (BN) keine Lösung. „Wir meinen, man sollte den Tourismus umstellen und auf keinen Fall weitere Schneekanonen installieren“, sagte Tom Konopka, Regionalreferent des BN für Mittel- und Oberfranken. Beschneiung sei „vergebliche Liebesmüh'“.

Schneekanonen seien schlecht für die Umwelt, der Energieverbrauch der Pumpen sei hoch, Wasser werde vergeudet, man müsse baulich in die Landschaft eingreifen und die Vegetation auf den beschneiten Hängen nehme Schaden. Auch wirtschaftlich lohne sich die Investition in der Regel nicht, da auch Liftanlagen und Geräte zur Pistenpräparation installiert und gewartet werden müssten. „Es ist keine gute Idee, noch mehr Geld in künstliche Beschneiung zu investieren“, sagte Konopka. Kunstschnee zu produzieren sei ein „Hinterherarbeiten“. Die Entwicklung, dass es immer weniger Schnee und kalte Tage gebe, sei nicht mehr aufzuhalten. Die betroffenen Regionen bräuchten stattdessen neue touristische Konzepte.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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