NSU-Prozess: Zschäpe muss ihre Verteidiger behalten

Die Anwälte Anja Sturm (l-r), Wolfgang Stahl und Wolfgang Heer. Foto: Andreas Gebert/Archiv
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Die Anwälte Anja Sturm (l-r), Wolfgang Stahl und Wolfgang Heer. Foto: Andreas Gebert/Archiv

München (dpa/lby) - Im NSU-Prozess muss die Hauptangeklagte Beate Zschäpe auch weiterhin mit ihren drei ursprünglichen Pflichtverteidigern Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm auskommen. Das Oberlandesgericht München lehnte einen Antrag Zschäpes ab, die drei Anwälte zu entpflichten, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Justizkreisen erfuhr.

Damit scheiterte die mutmaßliche Neonazi-Terroristin bereits zum dritten Mal mit ihrem Ansinnen, einen oder alle ihrer ursprünglichen Verteidiger loszuwerden. Auch eine Strafanzeige gegen die drei Anwälte wegen einer angeblichen Verletzung der anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht verlief im Sande: Die Staatsanwaltschaft München sah kein strafbares Verhalten und lehnte Ermittlungen ab.

Zschäpe wird mittlerweile noch von einem vierten Anwalt, Mathias Grasel, vertreten. Die Krise zwischen ihr und den drei anderen Verteidigern hatte sich in den vergangenen Wochen und Monaten immer weiter zugespitzt.

Zschäpe muss sich als Mittäterin für sämtliche Taten verantworten, die die Anklage dem "Nationalsozialistischen Untergrund" vorwirft. Darunter sind zehn überwiegend rassistisch motivierte Morde.

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