„Projekt Seepferdchen“

Wegen Corona: Immer mehr Kinder können nicht schwimmen - Stadt Nürnberg startet Projekt

Immer weniger Kinder lernen in Nürnberg das Schwimmen.
+
Immer weniger Kinder lernen in Nürnberg das Schwimmen. (Symbolbold)

Immer weniger Kinder lernen das Schwimmen. Nürnbergs Oberbürgermeister König ist daher besorgt. Die Stadt bietet nun Ferienprogramme an.   

Nürnberg - Besonders in den Sommerferien zieht es die Kinder an die Seen und in die Schwimmbäder in und um Nürnberg*. Doch für Oberbürgermeister Marcus König ist das nicht ganz unbedenklich. „Uns besorgt die hohe Anzahl wasserfremder Kinder, vor allem in den Grundschulen aber auch in den weiterführenden Schulen Nürnbergs. Durch Corona* hat sich die Situation beim Schwimmenlernen leider noch weiter verschärft”, so der Politiker in einer offiziellen Nachricht des Rathauses.  

Nürnberg: Oberbürgermeister König besorgt über wasserfremde Kinder 

Das „Projekt Seepferdchen” des SportService der Stadt Nürnberg soll nun in diesem Jahr, nachdem wegen der Corona-Pandemie Schwimmbäder und –einrichtungen geschlossen bleiben mussten, Ferienkurse anbieten. Das Ganze ist ein Kooperationsprojekt zwischen Stadt, Kinderhorten und den Nürnberger Sportvereinen ATV 1873 Frankonia e.V., Post Sportverein Nürnberg e.V., DLRG Nürnberg-Roth-Schwabach e. V. sowie 1. FCN Schwimmen e. V.  

Dieses Projekt ermöglicht es 250 Kindern, die hauptsächlich aus einkommensschwachen Familien kommen, die Schwimmfähigkeiten zu erlernen oder aufzufrischen.  

(Übrigens: Unser Nürnberg-Newsletter informiert Sie rund um die anstehende Bundestagswahl über alle Entwicklungen und Ergebnisse aus dem Franken-Metropole – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus Nürnberg.)

Zahl der Nichtschwimmer soll reduziert werden - im Fokus steht die Wassergewöhnung

Ziel des Projekts ist es, die Zahl an Nichtschwimmern zu reduzieren. „Daneben bieten die Sportvereine auch eigene Schwimmkurse an”, so König.  Auch Cornelia Trinkl, Referentin für Schule und Sport, blickt mit wenig Zuversicht in die Zukunft, was die Schwimmfähigkeiten der Kinder betrifft: „Mit Blick auf das neue Schuljahr stellt uns die Situation der ausgefallenen Schwimmeinheiten vor große Herausforderungen. Die Lehrkräfte werden mit höheren Nichtschwimmerquoten als in den Vorjahren konfrontiert sein. Dem wollen wir entgegenwirken und die begrenzte Wasserfläche effektiv nutzen.”  

Im Fokus stehe die Gewöhnung ans Wasser sowie Fähigkeiten, kurze Schwimmstrecken zurückzulegen, so Trinkl. Besonders wichtig sei das Abzeichen „Seepferdchen” für die lernenden Kinder, da hier ein Erfolgserlebnis zu positiver Motivation führe.  

Das „Projekt Seepferdchen” gibt es seit dem Schuljahr 2011/2012. Das große Ziel ist es, Kinder, die nicht schwimmen oder sich nur unzureichend über Wasser halten können, ans Wasser und die Schwimmtechniken heranzuführen. Mit 30.000 Euro jährlich unterstützt die Stadt Nürnberg das Projekt und verzeichnet Erfolge: Seit 2011 konnten mindestens 7700 Kinder erreicht werden.  *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Elfjährige verschwunden: Kripo prüft Verbindung zu Sekte
BAYERN
Elfjährige verschwunden: Kripo prüft Verbindung zu Sekte
Elfjährige verschwunden: Kripo prüft Verbindung zu Sekte
Korrigierte Impfzahlen: Holetschek fordert RKI-Bericht
BAYERN
Korrigierte Impfzahlen: Holetschek fordert RKI-Bericht
Korrigierte Impfzahlen: Holetschek fordert RKI-Bericht
Corona in Bayern: Live-Daten und Zahlen aus allen Städten und Landkreisen
BAYERN
Corona in Bayern: Live-Daten und Zahlen aus allen Städten und Landkreisen
Corona in Bayern: Live-Daten und Zahlen aus allen Städten und Landkreisen
Schwan-Stabilo mit Umsatzplus: über 600 Millionen Euro
Bayern
Schwan-Stabilo mit Umsatzplus: über 600 Millionen Euro
Schwan-Stabilo mit Umsatzplus: über 600 Millionen Euro

Kommentare