"Da habe ich zurückgeärgert"

Zeugen Jehovas wurden ihm zu aufdringlich: Niederbayer greift zu radikaler Maßnahme

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Zeitschriften der Zeugen jehovas „Erwachet“ und „Der Wachturm“

Thomas Resch aus dem Landkreis Passau findet die Zeugen Jehovas zu aufdringlich. Er griff zu einer ungewöhnlichen Maßnahme, um sich zu wehren.

Germannsdorf - Thomas Resch aus Germannsdorf im Landkreis Passau wollte nur einen ruhigen Tag im Garten verbringen, als zwei Mitglieder der Zeugen Jehovas bei ihm klingelten. Weil sie trotz Ablehnung nicht locker ließen, griff er zu einer ungewöhnlichen Maßnahme, um sich zu wehren. 

Deshalb könnten sich bald die Titel der von den Zeugen Jehovas verteilten Zeitschriften „Erwachet!“ und „Der Wachturm“ ändern, berichtet die Passauer Neue Presse. Thomas Resch sicherte sich die Namen beim Deutschen Patent- und Markenamt. Diese haben die Zeugen Jehovas nämlich nie rechtlich eintragen lassen. Er habe ein bisschen zurückgeärgert, so Resch.

Seit 2012 regelmäßiger Besuch der Zeugen Jehovas

Es war nicht das erste Mal, dass die Zeugen Jehovas bei ihm klingelten, erzählt der 47-Jährige. Er wohne seit 2012 in Germannsdorf und seitdem werde regelmäßig bei ihm geklingelt. „Und ich sage regelmäßig, dass ich nicht über Gott sprechen möchte“.

Auch in diesem Fall habe er freundlich das Gespräch abgelehnt. Da Reschs Büro auch im Haus ist, wurde einer der beiden Glaubensvertreter ausfallend und meinte, wenn sie Kunden von Resch wären, würde dieser sie bestimmt ins Haus bitten. „Da habe ich mir gedacht, vielleicht wäre das gar nicht so verkehrt, wenn sie tatsächlich meine Kunden wären“, so Resch.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Zeugen Jehovas in Bayern Probleme machen. Wie Merkur.de* berichtet, erhielt eine Frau aus Niederhummel in Oberbayern nach dem Tod ihres Mannes einen anonymen Brief, in dem die Beileidsbekundung für Werbung für die Zeugen Jehovas benutzt wurde.

sch

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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