Dioxin-Eier auch in bayerischen Supermärkten

Erlangen - Die nach Bayern gelieferten und mit PCB belasteten Eier aus Niedersachsen sind auch in Supermärkte gelangt. Wohin genau wird noch geprüft.

Mit PCB belastete Eier aus Niedersachsen gelangten unter anderem auch in bayerische Supermärkte. Welche Mengen in den Regalen waren, sei aber noch unklar, teilte eine Sprecherin des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag auf Anfrage mit. Ein inzwischen gesperrter niedersächsischer Biohof hatte Mitte Juni 268.000 Eier in sieben Bundesländer geliefert.

„Die Ermittlungen laufen noch. Derzeit wird noch anhand der Lieferlisten geprüft, wohin die Lieferungen gegangen sind“, erläuterte die LGL-Sprecherin. Deswegen wollte sie sich auch nicht dazu äußern, wie sich die nach Bayern gelangten Eierlieferungen regional verteilten. „Die Rücknahme läuft aber bereits an.“ Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr bestehe beim Verzehr aber nicht, versicherte sie.

Trotzdem sollten Verbraucher auf den Erzeugercode der Eier achten. Eier mit dem Code 0-DE-0356091 und einem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 14. Juni und später sollten vernichtet oder dem Handel zurückgegeben werden.

Die Eier stammen von einem Legehennenbetrieb im Emsland. Dass die Grenzwerte für Dioxine und dioxin-ähnliches PCB überschritten wurden, hatte der Betrieb selbst festgestellt. Die Behörden lassen derzeit das Futter und den Boden untersuchen, um die Ursache für die Belastung zu ermitteln.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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