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Familiendrama: Verzweiflungstat wegen Zwangsräumung

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Pinzberg/Bamberg - Der drohende Verlust des eigenen Hauses ist das Motiv für das Familiendrama von Pinzberg (Landkreis Forchheim) gewesen.

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Der 66-jährige Hausbesitzer hatte am Mittwoch mit einem Hammer auf seine sechs Jahre jüngere Ehefrau eingeschlagen und anschließend versucht, sich das Leben zu nehmen. Die 60-Jährige überlebte den Angriff und wurde mit schwersten Kopfverletzungen in eine Spezialklinik geflogen. Polizei und Staatsanwaltschaft sprachen am Donnerstag von einer Verzweiflungstat wegen der anstehenden Zwangsräumung des alten Bauernhauses im Ortsteil Gosberg, die für Donnerstag angesetzt war.

Gegen den Mann ist mittlerweile Haftbefehl wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ergangen. Den Ermittlungen zufolge wachte der Sohn der Eheleute auf, als der Vater im Nebenzimmer mit dem Hammer auf die Mutter einschlug. “Der junge Mann eilte seiner Mutter zu Hilfe und konnte so das Schlimmste verhindern“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Der Sohn setzte sofort einen Notruf ab. Mittlerweile hatte der Vater das Haus verlassen und sich in einen Schuppen eingesperrt. Dort brachte er sich in Selbstmordabsicht mit einem Messer an beiden Armen Verletzungen bei. Er wurde wenig später von der Polizei und den Rettungskräften aus dem Schuppen geholt und ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.

dpa

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