Plakette gegen Bezahlung

Gutachter lässt gegen Geld Autos durch TÜV

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Autos mit Mängeln soll der Kfz-Gutachter unbesehen durch den TÜV gewunken haben.

Lindau - Ein bestechlicher Kfz-Gutachter soll Prüfplaketten für Autos verteilt haben, ohne diese untersucht zu haben. Hunderte Fahrzeuge müssen womöglich erneut kontrolliert werden.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wird gegen einen 42-jährigen Ingenieur wegen Bestechlichkeit ermittelt. Er soll von einem 34 Jahre alten Mann Fahrzeugpapiere erhalten und den Autos entsprechende Prüfbescheinigungen für die Hauptuntersuchung ausgestellt haben. Die Fahrzeuge stammten von Gebrauchtwagenhändlern aus dem Bodenseeraum.

Bei dem 34-Jährigen aus dem Bodenseekreis (Baden-Württemberg) fanden die Ermittler Papiere für acht Fahrzeuge. Bei der Überprüfung eines der Autos stellte sich heraus, dass es viele Mängel hatte und niemals hätte positiv bescheinigt werden dürfen. Gegen den 34-Jährigen wird wegen Bestechung ermittelt. Der Ingenieur soll eine geldwerte Leistung von 1200 Euro erhalten haben.

Während der Geschäftsbeziehung zwischen den beiden Männern wurden nach Polizeiangaben für rund 360 weitere Fahrzeuge Prüfbescheinigungen ausgestellt. Die Autos müssen nun möglicherweise erneut kontrolliert werden.

dpa

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