Einschläferung gilt als wahrscheinlich

Polizeihund wird noch nicht untersucht

Polsdorf/Nürnberg - Die Begutachtung des Polizeihundes, der am Sonntag im mittelfränkischen Polsdorf sechs spielende Kinder angefallen hat, verschiebt sich.

Die genaue Untersuchung des Polizeihundes, der sechs Kinder angefallen hatte, muss verschoben werden. Der eingeplante Gutachter habe abgesagt, berichtete ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Nürnberg am Mittwoch. Der neu bestellte Experte werde das Wesen des zweijährigen Rüden wahrscheinlich am Donnerstag prüfen.

„Cabil“ ist derzeit im zentralen Zwinger der Nürnberger Polizei untergebracht und harrt dort seines Schicksals. Nachdem er die Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren nur zwei Wochen vor seiner abschließenden Prüfung als Schutzhund in Oberschenkel und Hüfte gebissen hat, gilt eine Einschläferung als wahrscheinlich.

Unter den Polizisten ist die Betroffenheit weiterhin groß. „Das ist eine schreckliche Geschichte“, sagte der Beamte. Ein Mädchen und ein Junge waren nach der Attacke in einem Krankenhaus aufgenommen worden. „Wir hoffen, dass körperlich keine allzu großen Folgen bleiben“, betonte der Sprecher. Glücklicherweise schaue es derzeit auch danach aus. Prinzipiell jedoch können sich bei Bissen nicht nur Narben bilden. Es besteht auch die Gefahr, dass sich die Wunden entzünden.

Auch psychisch können Hundeattacken Folgen hinterlassen. Die Polizei stehe mit den Familien in Kontakt und habe angeboten, die Kinder von Experten des psychologischen Dienstes betreuen zu lassen, berichtete der Sprecher. Diese Kollegen seien auf die Begleitung möglicherweise traumatisierter Menschen spezialisiert.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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