Polizistenmorde: Zusammenhang bislang "keine heiße Spur"

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Es dauert noch Tage, bis klar ist, ob ein Zusammenhang der Taten besteht.

Augsburg -  Bislang gibt es keinen konkreten Zusammenhang zwischen den beiden Polizistenmorden.  Allerdings taucht nun die Frage auf, inwieweit der thüringische Verfassungsschutz in diese Fälle verstrickt ist.

Nach dem Polizistenmord in Augsburg sehen die Ermittler noch keinen direkten Zusammenhang mit der Ermordung einer Polizistin in Heilbronn. “Die mögliche Verbindung zwischen beiden Taten ist nur ein ganz normaler Hinweis unter vielen. Wir sehen bislang keine Parallele zwischen den Fällen“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Augsburg. Derzeit würden zwar routinemäßig DNA-Spuren aus beiden Fällen verglichen, doch bis Ergebnisse vorlägen, könnten noch einige Tage vergehen.

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Viereinhalb Jahre nach dem Mord an einer Polizistin in Heilbronn in Baden-Württemberg hatte die Polizei am Dienstag einen Durchbruch erzielt: Eine 36-Jährige, die in den Fall verstrickt sein könnte, stellte sich der Polizei in Thüringen. Sie soll mit zwei mutmaßlichen Bankräubern zusammengewohnt haben, die ebenfalls in den Fall verwickelt sein sollen. Die Männer sind tot, bei ihnen wurden aber die Dienstwaffen der 2007 ermordeten Polizistin und ihres Kollegen gefunden.

V-Männer für Verfassungschutz?

Als wäre diese Geschicht nicht schon dubios genug, meldet sich nun auch noch der thüringische Verfassungsschutz zu Wort. Die beiden Männer waren demanch keine V-Männer der Behörde. Es gebe keine Anhaltspunkte für eine “nachrichtendienstliche Zusammenarbeit“ mit den beiden, teilte die Behörde auf ihrer Internetseite mit. Auch hätten “staatliche Stellen“ den mutmaßlichen Bankräubern, die vor rund 13 Jahren als rechtsextreme Bombenbauer untergetaucht waren, nicht bei der Flucht geholfen.

Die Männer hatten sich am Freitag nach Ansicht der Ermittler in einem Wohnwagen in Eisenach in Thüringen erschossen. Sie wurden nach Angaben des Thüringer Innenministers, Jörg Geibert, dem rechtsextremen “Thüringer Heimatschutz“ zugerechnet, dessen Kopf ein V-Mann des Verfassungsschutzes war. Der Verfassungsschutz habe seit 1998 keine Kenntnis über ihren Aufenthaltsort gehabt, hieß es in der Mitteilung.

Heute wird bei "Aktenzeichen ... XY ungelöst" nach Hinweisen gesucht

Die Waffen sowie DNA-Spuren werden nun mit genetischen Spuren vom Tatort in Augsburg abgeglichen. Geprüft wird auch, ob der Augsburger Polizist mit den in Thüringen entdeckten Waffen erschossen wurde.

Der 41 Jahre alte Augsburger Hauptkommissar war in der Nacht zum 28. Oktober nach einer Routinekontrolle von einem Unbekannten erschossen worden. Seine Kollegin wurde durch einen Streifschuss verletzt. Seitdem fahndet die Polizei nach den Tätern - bislang jedoch ohne heiße Spur. An diesem Mittwoch soll in der ZDF-Sendung “Aktenzeichen XY... ungelöst“ nach den Tätern gesucht werden.

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