Rechtsextreme demonstrieren

Proteste gegen Neonazi-Aufmärsche

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Kitzingen/Nürnberg - Rechtsextremisten haben sich am Samstag in verschiedenen bayerischen Städten zu Demonstrationen versammelt. Mehrere hundert Menschen protestierten gegen die Neonazis.

Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in verschiedenen Städten Bayerns ein Zeichen gegen den Rechtsextremismus gesetzt. In Nürnberg demonstrierten etwa 500 Menschen gegen den Aufmarsch von rund 40 Anhängern des rechten Spektrums. In Kitzingen trafen mehr als 600 Demonstranten des bürgerlichen Lagers auf rund 85 Rechtsextreme, wie die Polizei mitteilte. Nach der Ankunft der Gruppe in Würzburg gab es ein Zusammentreffen mit nahezu 300 Gegendemonstranten. Die Blockade der Gegner wurde von der Polizei aufgelöst.

Die örtlichen Einsatzkräfte wurden von der Bundespolizei und der bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Zu größeren Störungen kam es den Angaben zufolge bei den Versammlungen nicht - abgesehen davon, dass die rechtsextremen Gruppen vereinzelt von den Gegnern mit Bananen, Tomaten und Eiern beworfen wurden.

Verbot der Demonstrationen aufgehoben

Die Aufmärsche der Rechtsextremen wurden vom „Freien Netz Süd“ organisiert. Geplant war eine Zugfahrt von Plauen über Hof, Bayreuth, Nürnberg, Kitzingen und Würzburg; Aufenthalte waren jedoch lediglich an den letzten drei Stationen vorgesehen. Auch in München versammelten sich rund 50 Rechtsextreme. Etwa 200 Gegendemonstranten machten ihrem Unmut darüber lautstark Luft, wie ein Sprecher des Bündnisses gegen Naziterror und Rassismus sagte.

Noch am Donnerstag hatten die Behörden in Kitzingen und Würzburg versucht, die Neonazi-Aufmärsche zu untersagen. Beide Verbote wurden am Freitag jedoch durch das Verwaltungsgericht Würzburg wieder aufgehoben. Das Gericht bezeichnete die vorgetragenen Gründe für ein Versammlungsverbot als nicht ausreichend.

dpa

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