Prozess: Falscher Polizist attackiert Rentnerin

Aschaffenburg - Ein Postzusteller (33) hat sich als Polizist ausgegeben und mit einem Taschenmesser auf eine 80-Jährige eingestochen. Jetzt steht er vor Gericht. Sein Geständnis:

Ein 33-jähriger Mann hat am Montag vor dem Landgericht Aschaffenburg eine Messerattacke auf eine Rentnerin gestanden. Allerdings habe er die 80-Jährige nicht töten wollen, sagte der Postzusteller zum Auftakt des Prozesses. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann unter anderem Mordversuch und Raub vor. So soll der Angeklagte im vergangenen Juli sein Opfer nicht nur mit dem Messer verletzt, sondern es auch gewürgt und eine Treppe hinuntergestoßen haben. Die Frau erlitt bei dem Angriff Schnittwunden und Prellungen.

Der 33-Jährige hatte sich damals als Polizist ausgegeben und war so in das Haus der Frau gelangt. Nach einem rund zweistündigen Gespräch über Geld und einen Einbruch in ihr Haus zwei Monate zuvor hatte der Mann die Rentnerin angegriffen. Er habe verhindern wollen, dass ihn die Frau wiedererkennt, sagte der Angeklagte, denn er war damals in das Haus eingestiegen. Dabei hatte ihn die 80-Jährige allerdings gesehen.

Wie der Postzusteller dem Gericht erklärte, kam er im Mai vergangenen Jahres mitten in der Nacht eher zufällig an dem einsam gelegenen Anwesen der Frau vorbei. “Das Haus hat mich einfach interessiert“, sagte der 33-Jährige. Er brach ein, stahl Geldkarten samt Geheimnummern und machte sich aus dem Staub. Der Prozess soll am Mittwoch (2. März) fortgesetzt werden.

dpa

Rubriklistenbild: © AP

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