Prozess um Vergewaltigung auf Schultoilette ausgesetzt

Landgericht Traunstein
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Außenansicht des Landgerichts in Traunstein.

Traunstein/Raubling - Der Prozess um eine mutmaßliche Vergewaltigung durch einen Mitschüler auf einer Schultoilette wird vom Landgericht Traunstein ausgesetzt. „Es sind noch umfangreiche Nachermittlungen erforderlich, die wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagte eine Sprecherin des Gerichts nach dem Prozessbeginn am Dienstag. Erst im November soll es weitergehen.

„Das Verfahren muss dann neu begonnen werden.“

Nach dem ursprünglichen Zeitplan sollte bereits an diesem Mittwoch das Urteil fallen. Die Vorwürfe klangen schockierend: Ein damals 14-Jähriger soll einen 10-jährigen Mitschüler mehrfach auf der Schultoilette eines oberbayerischen Gymnasiums vergewaltigt haben. Laut Staatsanwaltschaft passierte dies im Herbst 2017 während der Nachmittagsbetreuung am Gymnasium Raubling bei Rosenheim.

Der angeklagte Junge soll den damals Zehnjährigen unter einem Vorwand auf die Toilette gelockt haben. Das Kind soll mitgemacht haben, weil es Angst vor Schlägen hatte. Angeklagt ist der Jugendliche wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern, Vergewaltigung und Körperverletzung.

Zu Beginn des Prozesses am Dienstag hatte der angeklagte Jugendliche sowohl zu seiner Person als auch zu den Vorwürfen geschwiegen. Dafür sagte der Vater des Opfers aus. dpa

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