Prozessbeginn: Mann  tritt Chef halbtot

München - Wegen versuchten Totschlags ist ein Küchenhelfer angeklagt. Er soll seinen ehemaligen Chef so zugerichtet haben, dass das Opfer beinahe an den Folgen starb. Alles zum Prozess:

Wegen eines lebensgefährlichen Angriffs auf seinen Chef muss sich seit Dienstag ein Küchenhelfer vor dem Münchner Landgericht verantworten. Der Mann ist wegen versuchten Totschlags angeklagt.

Er soll am 5. Oktober 2010 seinen zwei Jahre älteren Vorgesetzten mit den Fäusten zu Boden geschlagen und ihm mindestens zehn wuchtige Fußtritte gegen den Kopf versetzt haben. Ein Kollege konnte den Angeklagten schließlich festhalten. Der Chefkoch des japanischen Lokals erlitt durch die Tritte zahlreiche Brüche von Gesichtsknochen.

Bereits vor Prozessbeginn hatte der Angeklagte nach Angaben seiner Anwältin einem Täter-Opfer-Ausgleich zugestimmt und 15.000 Euro bezahlt. Eine Entschuldigung habe sein Opfer angenommen.

Der Angeklagte war seit dem 1. Juli 2010 in dem Restaurant beschäftigt, die Eingewöhnung sei ihm schwer gefallen: “Es gab dauernd Beanstandungen, Zurechtweisungen und Beschimpfungen.“ Gelegentlich habe ihm der Küchenchef auch leichte Tritte versetzt, so auch am Tattag. Da sei er ausgerastet - wie oft er getreten habe, wisse er aber nicht mehr. “Ich bedaure es zutiefst“, versicherte der Angeklagte.

lby

Rubriklistenbild: © haag

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