Putz fällt von der Decke

Gefahr an Erlanger Uni

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Das Foto zeigt einen verschütteten Arbeitsplatz in der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Die Schule muss dringend saniert werden.

Erlangen - Besonders stark ist die Philosophische Fakultät betroffen, aber auch in anderen Erlanger Universitätsgebäuden nagt der Zahn der Zeit. Erst unlängst fiel bei den Archäologen quadratmeterweise Putz von der Decke - der Universität fehlt das Geld für Sanierungen.

Verrostete Türen, bröckelnder Putz und undichte Dächer: Mitarbeitern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) fällt buchstäblich die Decke auf den Kopf. An verschiedenen Gebäuden seien innerhalb kurzer Zeit massive Mängel aufgetreten, sagte eine Unisprecherin am Mittwoch. Kanzler Thomas Schöck fürchtet um die Sicherheit von Beschäftigten und Studierenden.

Vor allem im Seminargebäude der Philosophischen Fakultät in Erlangen sei „die Situation nicht mehr länger tragbar“, teilte Schöck mit. Bereits vor rund zwei Wochen fielen dort etwa vier Quadratmeter Putz von der Decke und verschütteten die Arbeitsplätze von Mitarbeitern der Klassischen Archäologie. Auch verrostete Zugangstüren, marode Treppen und Gebäudeübergänge sowie Feuchtigkeitsschäden wegen undichter Dächer machen die FAU zum Sanierungsfall.

Schuld daran seien die geringen Zuweisungen von Bauunterhaltsmitteln aus dem Staatshaushalt, klagte Schöck. Im Haushaltsjahr 2012 bekam die FAU statt der benötigten 33 Millionen Euro nur knapp fünf Millionen Euro. Somit sei nur ein Bruchteil der erforderlichen Arbeiten möglich. Nach Angaben des Kanzlers seien jährlich rund zehn Millionen Euro nötig, um die Bausubstanz der Uni-Gebäude zu erhalten.

Um das Seminargebäude der Philosophischen Fakultät zu sanieren, müssten zudem Ausweichflächen für Beschäftigte und Studierende geschaffen werden. Für Schöck liegt die Lösung in einem Neubau: Für rund 46 Millionen Euro könnte eine Geisteswissenschaftliche Bibliothek in Erlangen entstehen. Mit dem Umzug der Teilbibliotheken in den Neubau würden rund 4 500 Quadratmeter an Fläche frei, erklärte der Kanzler.

dpa

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