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Rabbinerkonferenz beginnt mit Kampfansagen an Antisemitismus

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Rabbiner beraten in München
Der Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz, Pinchas Goldschmidt (r), spricht neben Rabbiner Avichai Apel, Vorstand der Orthodoxen Rabbinerkonferenz. © picture alliance / dpa

Der Präsident der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER), Pinchas Goldschmidt, hat die Länder in Europa zum gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus aufgerufen. Der immer wieder auftauchende Antisemitismus dürfe nicht mehr Boden gewinnen, sagte Goldschmidt am Montag zum Auftakt einer CER-Konferenz in München. Man müsse aber nicht nur gemeinsam Antisemitismus bekämpfen, sondern auch jüdisches Leben für die Zukunft sicherstellen.

München - Religionsfreiheit müsse überall garantiert werden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) klagte, die „hässliche Fratze“ des Antisemitismus sei in den vergangenen Jahren aggressiver geworden. Er betonte: „Wir dulden keinen Antisemitismus, und wir schützen jüdisches Leben in Bayern.“

Zu der dreitägigen Konferenz sind Rabbiner aus Europa, Israel und den USA gekommen, um sich zu aktuellen das Judentum betreffenden Fragen auszutauschen. Insgesamt wurden rund 400 Teilnehmer erwartet.

Die Konferenz steht unter dem Motto „Rabbinische Führung in Zeiten von Pandemie und Krieg - Der Dienst an Gott und der Gemeinschaft in einer neuen Realität“. Die Rabbiner wollen unter anderem über Herausforderungen wie die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine sprechen und über einen Ethikkodex beraten. Weitere Themen sollen die Wahrung der Religionsfreiheit, die Bekämpfung von Antisemitismus und die künftige Gestaltung des Gemeindelebens sein.

Charlotte Knobloch sollte auf der Konferenz für ihr Lebenswerk geehrt werden. Die 89-Jährige ist Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und stand von 2006 bis 2010 an der Spitze des Zentralrats der Juden in Deutschland. Der Mittwoch steht im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Zum Abschluss der Konferenz ist eine Gedenkstunde auf dem Gelände des ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslagers in Dachau geplant. dpa

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