Sie tauchte ihrem Handy hinterher

Retter suchten Frau in Donau: sie war wohlauf zu Hause - nun wird es teuer für die 31-Jährige

+
Eine Frau verschwand in Neu-Ulm im Bereich einer Eisenbahnbrücke in der Donau. Dann nahm der Fall eine kuriose Wendung.

Auf der Suche nach ihrem Handy ist eine junge Frau in Neu-Ulm in der Donau spurlos  verschwunden. Dann tauchte sie wieder auf. Jetzt wird es teuer für die 31-Jährige.

  • Im August suchte die Polizei nach einer vermissten Frau in der Donau.
  • Die 31-Jährige hatte ihr Handy im Fluss gesucht - doch sie war wohlauf.
  • Jetzt kommt sie der Einsatz teuer zu stehen.

Update vom 20. Dezember: Im August suchte die Polizei nach einer Vermissten in der Donau. Sie hatte ihr Handy im Fluss gesucht. Beamte trafen sie kurz darauf jedoch wohlbehalten zu Hause an (siehe unten). Jetzt muss die 31-Jährige den Einsatz teilweise bezahlen. Das berichtet die Augsburger Allgemeine

Johanna Graf, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, bestätigte dies der Zeitung. Demnach habe die Frau den Bescheid schon erhalten und soll 2000 Euro an die Polizei bezahlen. Alle Seiten konnten bereits dazu Stellung nehmen, außerdem sei die Frist für Rechtsmittel verstrichen. Der Bescheid ist demnach rechtskräftig, wie die Augsburger Allgemeine weiter schreibt. 

„Natürlich muss die Frau nicht den gesamten Einsatz bezahlen, sondern nur ab dem Zeitpunkt, ab dem sie gewusst hat, dass die Polizei sie sucht“, erklärte die Sprecherin weiter. Die gesamten Einsatzkosten lägen deutlich höher. Laut Polizei habe die Frau mitbekommen, dass nach ihr gesucht wird und tauchte bei Bekannten unter. Darauf beruft sich nun nicht nur die Polizei, sondern auch die Wasserwacht sowie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und das Technische Hilfswerk (THW). Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, verlangt die Wasserwacht 2000 Euro von der Frau, THW und DLRG fordern 1000 Euro. Somit muss die 31-Jährige 6000 Euro für den Einsatz an die Retter zahlen.

„Uns ist wichtig, zu betonen, dass wir nicht für den Notruf und die erste Suche in der Nacht Kosten geltend machen – sondern nur für die erneute Suche am Tag darauf, als die Frau schon wusste, dass man mit großem Aufwand nach ihr sucht“, sagt Helmut Graf, technischer Leiter der Wasserwacht Neu-Ulm. Schade findet Graf, dass sich die Frau nie entschuldigt hat.

Bei einem weiteren Vermisstenfall aus Deutschland gab es nun einen Durchbruch. 

Kuriose Handy-Rettungsaktion von Frau: Polizei suchte in Donau nach ihr

Update vom 13. August: Zu der kuriosen Handy-Rettungsaktion einer jungen Frau werden immer neue Details bekannt. So will die „Augsburger Allgemeine“ erfahren haben, dass die Frau gewusst habe, dass ein Großeinsatz auf der Suche nach ihr lief.

Das Handy habe sie nicht wiedergefunden. „Das liegt noch irgendwo auf dem Grund der Donau“, zitiert die „Welt“ einen Polizeisprecher. 

Frau sprang ihrem Handy hinterher - jetzt die überraschende Wende 

News vom 12. August: 15.09 Uhr: Die stundenlange erfolglose Suchaktion nach einer vermissten Frau in der Donau hat sich überraschend als überflüssig erwiesen. Beamte hätten die 31-Jährige wohlbehalten zu Hause angetroffen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Nach ersten Erkenntnissen konnte sie sich selbst ans Ufer retten.

Update vom 11. August 2019: Noch immer ist die Suche nach der seit Freitag vermissten Frau ohne Erfolg, wieswp.de berichtet.

Handy fällt in die Donau, Frau (31) springt hinterher und verschwindet spurlos

13.12 Uhr:Auch am späten Samstagvormittag war die Frau immer noch verschwunden. Einem Hinweis aus der Bevölkerung, wonach sie sich selbst aus dem Wasser gerettet haben könnte, gehe die Polizei derzeit nach, sagte ein Sprecher. 

Update 10.05 Uhr: Wie die „Der Südwesten.de“ berichtet, wird derzeit mit Streifen in Ufernähe sowie im Stadtgebiet weitergesucht. Mehr sei aktuell nicht möglich, da „alle Möglichkeiten von Sonarboot bis Hubschrauber ausgeschöpft“ seien, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Diese wieder einzusetzen, sei bei der aktuellen Lage wenig erfolgversprechend, da es „keine Anhaltspunkte“ gebe, wo konkret gesucht werden könne. 

Neu-Ulm: Frau (31) in der Donau vermisst - Sie sprang ihrem Handy hinterher 

Neu-Ulm - Auf der Suche nach ihrem Handy ist eine junge Frau in Neu-Ulm in der Donau verschwunden. Das Gerät war der 31-Jährigen in der Nacht zum Samstag nach Zeugenaussagen in den Fluss gefallen, wie die Polizei mitteilte. Im Bereich einer Eisenbahnbrücke sei sie in den Fluss gestiegen, um nach dem Handy zu tauchen.

Daraufhin sei sie noch ein Stück um die Pfeiler der Brücke geschwommen, plötzlich aber verschwunden. Ihr Mitbewohner habe daraufhin den Notruf gewählt, sagte ein Polizeisprecher. Die Strömung in dem Bereich sei sehr stark.

Eine Frau verschwand in Neu-Ulm im Bereich einer Eisenbahnbrücke in der Donau. Dann nahm der Fall eine kuriose Wendung.

Polizei sucht nach Zeugen 

Feuerwehr und Wasserwacht suchten mit Tauchern in der Nacht das Wasser ab, ein Polizeihubschrauber und ein Sonarboot kamen ebenfalls zum Einsatz. Nach einigen Stunden wurde die Suche jedoch erfolglos eingestellt. Zunächst war unklar, ob die Frau ertrunken ist oder sich selbst an Land retten konnte.

Von der 31-Jährigen fehlt bislang jede Spur. Es ist nicht klar ob sie im Bereich der Brücke untergegangen ist oder es vielleicht doch zum Ufer geschafft hat und sich den Einsatzkräften nur nicht zu erkennen gab. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Neu-Ulm unter 0731/8013-0 zu melden.

dpa/lby

Es ereigneten sich weitere tragische Unglücke: Junger Bergsteiger stürzt am Watzmann in den Tod - Seilschaften müssen alles mit ansehen

Schlimmer Bergunfall: 15-jähriger Mountainbiker stürzt in Graben und prallt gegen Felswand

Richard Große startete beim Allgäu-Panorama-Marathon als Läufer. Der 30-Jährige kam jedoch nie ins Ziel, nun gilt er als vermisst. Auch die Polizei sucht nach ihm.

Auch Anita S. wird vermisst - nach ihr sucht die Polizei mit Tauchern und einer Pferdestaffel.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare