Rhön-Klinikum wächst weiter - 2 Mio Patienten

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Eine moderne Dachkonstruktion verbindet die einzelnen Komplexe des Rhön-Klinikums in Bad Neustadt an der Saale

Bad Neustadt - Über 2 Millionen Patienten haben sich im vergangenen Jahr im Rhön-Klinkum behandeln lassen. Das hat auch dem Umsatz gut getan. Jetzt soll das Versorgungsangebot ausgeweitet werden.

Der fränkische Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum will auch in diesem Jahr Kliniken mit Finanzproblemen übernehmen. “Wir sind zuversichtlich, dass sich zahlreiche Möglichkeiten zur Erweiterung unseres Versorgungsangebotes bieten werden. Die finanziellen Voraussetzungen hierfür sind vorhanden“, sagte Finanzvorstand Erik Hamann am Donnerstag in Bad Neustadt (Landkreis Rhön-Grabfeld) bei der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen für 2010.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der im MDax notierte Konzern weiter wachsen. Die Patientenzahlen stiegen erstmals auf mehr als 2 Millionen (Vorjahr: 1,79 Mio). Der Umsatz kletterte um 10 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn erhöhte sich ebenfalls um gut 10 Prozent auf 145,1 Millionen Euro. In diesem Geschäftsjahr sollen die Erlöse auf rund 2,65 Milliarden Euro steigen, der Gewinn auf 160 Millionen Euro (plus/minus 5 Prozent). Die endgültigen Zahlen sollen am 28. April präsentiert werden.

37.000 Mitarbeiter arbeiten in 54 verschiedenen Kliniken

Durch eine Kapitalerhöhung 2009 war dem Klinikbetreiber ein Nettoerlös von 444 Millionen Euro zugeflossen. 2005 hatte der Konzern mit Gießen und Marburg den Zuschlag für die erste Privatisierung einer Uniklinik in Deutschland erhalten. Aktuell setzt die Rhön-Klinikum AG mit der Privatisierung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein mit den Standorten Kiel und Lübeck auf eine weitere Uniklinik.

Viele Krankenhäuser, vor allem öffentliche, schreiben Verluste. Zudem sind zahlreiche Träger in Finanznöten. Rhön-Klinikum ist darauf spezialisiert, solche Kliniken zu übernehmen.

Zu dem Unternehmen gehörten zuletzt 54 Kliniken sowie 35 Medizinische Versorgungszentren mit mehr als 37 000 Mitarbeitern. Rhön-Klinikum zählt neben den zum Medizinkonzern Fresenius gehörenden Helios-Kliniken und dem Konkurrenten Asklepios zu den drei großen privaten Krankenhausbetreibern in Deutschland.

dpa

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