Tragödie im Krankenhaus

Rollerfahrer (18) stirbt: Mutter überrascht mit großherziger Geste

Vilsbiburg - Ein 18-Jähriger verunglückte am Sonntagabend und erlag seinen Verletzungen. Als seine Mutter, die selbst im Krankenhaus lag, von seinem Hirntod erfuhr, beeindruckte ihre Reaktion alle Anwesenden.

Es ist eine unfassbare Tragödie, die sich im Klinikum Landshut am Sonntag abgespielt hat. Ein 18-jähriger Rollerfahrer ist am Sonntag gegen 19.30 Uhr in der Frauensattlinger Straße in Vilsbiburg verunglückt. Aus bislang ungeklärten Gründen kam der junge Mann mit seinem Roller ins Schleudern, stürzte und rutschte unter ein entgegenkommendes Auto. Der Fahrer des Wagens versuchte noch, auszuweichen, doch zu spät. Der Rollerfahrer wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Landshut geflogen werden musste. Noch bevor die Mutter des jungen Mannes verständigt werden konnte, trat bei dem 18-Jährigen der Hirntod ein. 

Trotz Schmerzen: Sie wollte ein letztes Mal seine Hand halten

Seine Mutter befand sich selbst in einem Krankenhaus - sie hatte sich kurz zuvor einem schweren Eingriff unterziehen müssen. Die Polizei überbrachte ihr die Schreckensnachricht am Krankenbett: Die Beamten mussten ihr mitteilen, dass bei ihrem Sohn der Hirntod eingetreten war, bevor sie überhaupt von dem Unfall wusste. 

Wie die Beamten berichten, erklärte sie sich trotz des großen Schmerzes ohne zu zögern bereit, die Organe ihres hirntoten Sohnes zu spenden. Eine Geste, die sowohl die Polizeibeamten als auch die anwesenden Pflegekräfte des Krankenhauses beeindruckte. 

Damit sie ihrem Sohn ein letztes Mal die Hand halten konnte, organisierte das Krankenhaus einen Krankenwagen, in dem sie liegend ins Klinikum transportiert wurde. Ein Arzt begleitete sie - er musste der Mutter versprechen, dass ihr Sohn nicht alleine stirbt.

Im Klinikum konnte die Mutter ein letztes Mal die Hand ihres Sohnes halten, dann stellten die Ärzte die Geräte ab.

Polizei sicherte Unfallspuren

Der Unfallort in der Frauensattlinger Straße wurde durch die Feuerwehr Vilsbiburg total gesperrt und eine Umleitung eingerichtet. Die Sperrung der Frauensattlinger Straße dauerte bis 22.30 Uhr. Nach Rücksprache durch die Polizei Vilsbiburg mit der Staatsanwaltschaft Landshut wurde ein Gutachter mit der Sicherung der Unfallspuren beauftragt. 

Rubriklistenbild: © FIB

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