Mit dem Segen von Bischof Rudolf Voderholzer

Oberpfälzer Christbaum in Rom

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Mit einem Schwertransporter wird der Baum nach Rom gefahren.

Regensburg - Dickes Ding: Jedes Jahr schmückt ein riesiger Christbaum zur Adventszeit den Petersplatz in Rom - in diesem Jahr kommt der Baum aus der Oberpfalz.

Die Oberpfalz schickt als leuchtendes Symbol des Friedens einen Christbaum nach Rom. Die 25 Meter hohe Fichte erhielt am Montag den bischöflichen Segen in Regensburg und macht sich nun auf den Weg zum Vatikan.

Jedes Jahr schmückt ein großer Christbaum zur Adventszeit den Petersplatz in Rom - dieses Jahr kommt er aus der Oberpfalz. Bevor die 25 Meter hohe und 7,2 Tonnen schwere Fichte auf ihren langen Weg zum Vatikan geschickt wurde, segnete der katholische Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer am Montag den prächtigen Baum. „Wir sind stolz, einen Christbaum aus dem Zentrum Europas in das Zentrum der Christenheit nach Rom bringen zu dürfen“, sagte Voderholzer in Regensburg. Das 45 Jahre alte Gehölz, das in Waldmünchen in der Grenzregion zwischen dem Bayerischen Wald und dem Böhmerwald geschlagen wurde, vertrete die Region in Rom würdig.

Der Baum ist 45 Jahre alt

„Der Christbaum schlägt die Brücke vom Paradies zur Erlösung durch Christus“, betonte Voderholzer bei nasskaltem und trübem Wetter. Organisiert wird die umfangreiche Aktion vom Trenckverein Waldmünchen (Landkreis Cham). Dieser richtet jedes Jahr das Festspiel „Trenck der Pandur vor Waldmünchen“ aus, bei dem junge und wagemutige schwarze Panduren in Kostümen und wilden Reiterszenen die Besucher begeistern.

Bereits 1984 hatte der Verein einen Christbaum nach Rom gebracht. Vor acht Jahren entschieden sich die Waldmünchner für eine Neuauflage. Doch erst dieses Jahr bekamen sie den Zuschlag - mit etwas Glück, weil die Warteliste sehr lang ist. „Wer sich heute bewirbt, muss damit rechnen, erst 2030 an die Reihe zu kommen“, sagte Andreas Bierl vom Trenckverein. Jedes Jahr stellt ein anderes Land den Christbaum für den Petersplatz.

Standort wurde geheim gehalten

Das schwierigste seien Fällen und Abtransport des riesigen Baumes gewesen, erläuterte Vereinschef Alois Frank. „Da haben wir einige Stoßgebete gebraucht.“ Monatelang wurde der Standort des Baumes geheim gehalten. Mithilfe eines Krans wurde der 25-Meter-Riese Ende November gefällt. Dann brachte einer der größten Hubschrauber der Bundeswehr die Fichte aus dem unwegsamen Gelände und verlud sie auf dem Schwertransporter.

Der Baum macht Station in München

Die nächste Station auf dem Weg nach Rom war am Montagnachmittag München. Am Donnerstagabend soll der Baum dann die Ewige Stadt erreichen. Am Freitagmorgen eskortiert die Polizei die Fichte zum Vatikan, wo sie neben 60 kleineren Bäumen aufgestellt wird. „Die Fichte ist so frisch, dass sie die Weihnachtszeit ganz sicher ohne zu nadeln überstehen wird“, zeigte sich Frank überzeugt.

dpa/lby

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