Drama bei Kempten

Schießerei im Zug: Lebenslange Haft gefordert

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Der angeklagte 45-Jährige vor Gericht. Er soll in Tötungsabsicht gehandelt haben, als er in einem Zug auf einen Polizeibeamten schoss.

Kempten - Ein Toter, ein Mann im Koma, zwei verletzte Bundespolizisten - die traurige Bilanz einer Schießerei in einem Zug. Die Anklage fordert nun lebenslange Haft für den Täter, der überlebt hat.

Ein Jahr nach einer Schießerei in einem vollbesetzten Regionalzug im Allgäu hat die Staatsanwaltschaft für den Angeklagten lebenslange Haft wegen versuchten Mordes gefordert. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte der heute 45-Jährige in Tötungsabsicht gehandelt, als er auf einen der Polizeibeamten schoss. Zeugen hätten gehört, wie der Angeklagte den Beamten „Ich knall euch ab, ihr kriegt mich nicht“ zugerufen habe, sagte der Staatsanwalt am Dienstag.

Im März vergangenen Jahres war es nach einer Routinekontrolle zur Schießerei in dem Zug gekommen. Zwei Bundespolizisten wollten den per Haftbefehl gesuchten Begleiter des 45-Jährigen festnehmen - der 20-Jährige starb beim Sprung aus der fahrenden Bahn. Die beiden Bundespolizisten und der Angeklagte wurden schwer verletzt.

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