Schweinfurter Familiendrama: Plädoyers verschoben

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Burkardroth/Schweinfurt - Im Prozess um das Familiendrama von Burkardroth (Landkreis Bad Kissingen) hat das Gericht am Freitag die Plädoyers überraschend verschoben.

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Nach der Aussage eines Gutachters vor dem Landgericht Schweinfurt kündigte der Verteidiger an, neue Beweisanträge stellen zu wollen. Der angeklagte Vater von vier Kindern soll in der Nacht zu Silvester 2009 seine Frau mit einem Messer erstochen haben, weil sie sich von ihm trennen wollte.

Die Tat hat der ehemalige Alkoholiker bereits gestanden. Seiner Version nach habe er Bier getrunken und sei zu der 36-Jährigen ins Zimmer gegangen, um ihr die gewünschte Scheidung auszureden. Weil sie aber abgelehnt und sich rumgedreht habe, hätte er vor Wut ein Messer gegriffen und zugestochen.

Der vom Gericht geladene Gutachter der forensischen Psychologie der Uniklinik Würzburg sagte, dieses "Rumdrehen" des 36 Jahre alten Opfers sei keine ausreichende Kränkung oder Provokation, die eine derartige Affekthandlung auslösen könne. Der Verteidiger kündigte daraufhin neue Beweisanträge an.

Im Prozess wird nun nicht wie ursprünglich geplant am 1. Oktober das Urteil gefällt. Nächster Verhandlungstermin ist der 13. Oktober. 

dpa

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