Sicherungsverwahrung für Mörder von Vanessa (12)

Vanessas Mörder hatte eine Totenkopfmaske übergezogen

Augsburg - Der Mörder der zwölfjährigen Vanessa aus Gersthofen soll einem Zeitungsbericht zufolge nach dem Verbüßen seiner Jugendstrafe Mitte Februar zunächst nicht frei kommen.

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Wie die “Augsburger Allgemeine“ am Samstag berichtete, hat die Staatsanwaltschaft Augsburg einen Antrag auf nachträgliche Sicherungsverwahrung gestellt, woraufhin das Landgericht einen sogenannten Unterbringungsbefehl erließ. Der damals 19-Jährige war am Rosenmontag 2002 - als der Tod verkleidet - in das Kinderzimmer des schlafenden Mädchens eingestiegen und hatte es erstochen.

Der Vorsitzende der Jugendkammer bestätigte der Zeitung, dass der Täter nicht zum vorgesehenen Entlassungstermin frei komme. Die Staatsanwaltschaft betrachtet den Mann weiterhin als hochgradig gefährlich. In einem Verfahren soll ab Anfang Februar verhandelt werden, ob der Mann in Sicherungsverwahrung muss.

Mord nach Vorbild eines Horrorfilms

Das Verbrechen hatte 2002 bundesweit für Entsetzen gesorgt. Der Täter hatte die Zwölfjährige ermordet, während ihre Eltern einen Faschingsball besuchten. Der Mann war zunächst unerkannt entkommen. Bei seiner späteren Festnahme gestand er die Tat nach dem Vorbild eines Horrorfilmes. Ein Jahr später war er zur höchstmöglichen Jugendstrafe von zehn Jahren Haft wegen Mordes verurteilt worden.

Die Sicherungsverwahrung soll die Bevölkerung vor besonders gefährlichen Tätern schützen, die ihre Strafe bereits abgesessen haben. Voraussetzung ist, dass psychiatrische Gutachter den Verurteilten weiter als gefährlich einstufen.

dpa

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