Sieg gegen Dresden: Rehm haucht Ingolstadt „neues Leben ein“

FC Ingolstadt 04 - Dynamo Dresden
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Die Spieler von Ingolstadt jubeln über ihren Treffer zum 3:0.

Beim Après-Ski in Österreich haben sich Stefan Kutschke und Rüdiger Rehm einst kennengelernt. Jetzt sind der Torjäger und der neue Coach Verbündete im Ingolstädter Abstiegskampf. Das 3:0 gegen Dresden soll der Start einer fulminanten Aufholjagd gewesen sein.

Ingolstadt - War das die Initialzündung im Abstiegskampf? Rüdiger Rehm hatte beim FC Ingolstadt zum Rückrundenstart den Beginn einer furiosen Aufholjagd ausgerufen - prompt gelang den Schanzern der erste Heimsieg der Saison in der 2. Fußball-Bundesliga. In seinem zweiten Spiel durfte der schon dritte FCI-Trainer in dieser Spielzeit ein ermutigendes 3:0 (2:0) gegen Dynamo Dresden bejubeln.

„Es war ein unheimlich wichtiger Schritt für die Jungs, dass sie sich mal wieder belohnt haben, dass sie den Glauben zurückgewonnen haben, dass sie ein Spiel auch gewinnen können. Das steht über allem“, sagte Rehm. „Er hat der Mannschaft neues Leben eingehaucht“, sagte Kapitän Stefan Kutschke über den 43 Jahre alten Coach, den er vor einigen Jahren beim Après-Ski in Österreich kennengelernt hatte. Kutschke wusste darum von Anfang an, wie Rehm tickt: „Er ist genauso positiv verrückt wie wir. Und ist nach dem Spiel immer stark heiser.“

Rehm ist am Spielfeldrand aktiv - und laut. Und eine Woche nach seiner missglückten Premiere gegen Hannover 96 konnte er diesmal am Samstag im weiter leeren Audi Sportpark gleich drei Tore bejubeln. Abwehrspieler Nico Antonitsch traf nach wenigen Sekunden nach einer Freistoß-Hereingabe. Dresdens Kevin Ehlers verlängerte wenig später einen Kopfball von Kutschke ins eigene Gehäuse. Den runden Auftritt vollendete der eingewechselte Filip Bilbija kurz vor dem Abpfiff.

Es war aber nur ein Anfang zum Jahresausklang, wie auch der in Dresden geborene ehemalige Dynamo-Angreifer Kutschke hervorhob. „Wir brauchen eine außergewöhnliche Rückrunde“, sagte der 33-Jährige.

Mit zehn Punkten sind die Schanzer unverändert Tabellenletzter, sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz 16. Es ging am Samstag zunächst darum, ein positives Zeichen zu setzen. „Natürlich werden wir nur die Rückrundentabelle beobachten, weil wir eine hervorragende Rückrunde brauchen“, sagte Rehm. „Mit dem Start können wir leben. Die Jungs haben es sich verdient“, sagte der Coach. „Wir haben unheimlich viel gearbeitet die Tage zuvor.“ Nach dem Weihnachtsurlaub geht es am 2. Januar mit der Maloche weiter. Erster Gegner 2022 ist zwei Wochen später Heidenheim. dpa

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