Spaenle: "Flexible Grundschule" könnte Schullandschaft verändern

München  - Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) hält mehr Flexibilität an den bayerischen Grundschulen für möglich. Am Dienstag besuchte er eine Münchner Grundschule, die an dem Modellversuch “flexible Grundschule“ (FleGs) teilnimmt.

Dabei bleiben die Kinder je nach ihren Fähigkeiten zwischen drei und fünf Jahren in der Grundschule. “Das müssen wir mit viel Verantwortung angehen, denn wenn wir das Konzept flächendeckend anböten, würde es die Schullandschaft in Bayern grundlegend verändern“, sagte Spaenle.

 Bayernweit haben 20 Grundschulen im September 2010 probeweise die sogenannte FleGs eingeführt. Der dreijährige Versuch sei gut angelaufen, berichtete die Leiterin der von Spaenle besuchten Münchner Schule, Dorothea Wilhelm. “Die sonstige Gleichmacherei von Kindern, die vorher im Kindergarten doch immer nach ihrer Nase lernen durften, war falsch.“ Dennoch gebe es offene Probleme, die gelöst werden müssen, sagte Wilhelm dem Minister. So existiere noch kein Konzept, wie die Kinder von der dritten Klasse an weiterlernen sollen. “Wir können nicht einfach wieder frontal unterrichten“, erläuterte Wilhelm.

In der FleGs lernen die Kinder in den ersten zwei Schuljahren altersübergreifend gemeinsam. Dabei setzen sie sich ihren Lernstoff aus einzelnen Bausteinen zusammen. Je nachdem, wie schnell sie die einzelnen Bausteine schaffen, brauchen sie für die ersten zwei Schuljahre ein bis drei Jahre.

dpa 

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